gau,
gäu,
geu,
das
,
(im späten Frnhd.) auch
der
 ;
-Ø/-Ø
;
zu
mhd.
göu, gou, geu
›Gegend, Landschaft, Gau‹
(Lexer
1, 1057
).
Zur oobd. Schreibvariante s. .
– Häufig als Bestandteil von Landschaftsnamen, bes. im Obd.
›flaches Land, Landstrich, Landschaft, Gegend‹.
Bedeutungsverwandte:
 34.
Syntagmen:
auf das g. gehen, in dem g. bauen
.

Belegblock:

Chron. Mainz
1, 29, 6
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
also daz doch mit der godes genaden und holfe quamen uß der stad ein teil uber Ryne und daz ander teil uber gauwe des selben abendes.
Gerhard, Hist. alde e
1621
(
omd.
,
um 1340
):
Abimelech irwurfen wart | Snel mit eime steine hart | In dem geu genant Thabee.
Fastnachtsp.
478, 25
(
nobd.
,
v. 1494
):
Den korp, den du tregst auf denn ruck, | Dar ein tust du aier, und petelstuck | Erpettelst du daußen auf dem geu.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
159, 9
(
nobd.
,
n. 1525
):
etwan vil stett, markt, dorfer und ander flecken warn diser zeyt im land zu Franken vor der Ron, im Schweinfurter gew, am Mayn.
Ebd.
457, 4
:
wern uff dem gew umb Bibelstatt und ander end daselbst umb ein fewr oder sechse uffgangen.
Sachs
15, 18, 12
(
Nürnb.
1563
):
Auch soltn die becken ire sew | Auß der stadt nauß thun in das gew.
Müller, Stadtr. Ravensb.
84, 23
(
oschwäb.
,
1326
/
30
):
Daz die burger in dem gou nit buwen sont.
Österley, Steinhöwels Äsop
38, 25
(
Ulm
1474
/
82
):
Als aber syn herr mercket, daz er zuo burgerlichen wercken untouggenlichen was, sendet er in yn das göu, das feld zebuwen.
Henisch
156
(
Augsb.
1616
):
Auff ein aw vnd gaw enden sich vil namen der oͤrter / Staͤtt vnd Doͤrffer / so an den thaͤlern vnd waͤssern ligen / als Burgaw / Creichgaw.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
88, 26
(
oobd.
,
1349
/
50
):
iedoch hân ich des [honig] vil gezzen auf dem geu, do ich ainkindel was.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
161, 41
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wann man inn iren soldt geb, so wolten sy auch bezallen, und, dieweill man in iren soldt nicht gab, wolten sy auff dem gew nemen, was sy mochten.
Turmair
4, 678, 12
(
moobd.
,
1522
/
33
):
stet, märkt, dörfer, schlösser, flecken, geschlecht, gericht, gäu behalten noch ir näm von den zwelf sünen Ismaels.
UB ob der Enns
10, 227, 7
(
moobd.
, o. J.):
vnd dann die vbrigen fümf phunt schaff ich auf fümf kirchen auf daz gey.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
42, 34
(
m/soobd.
,
A. 16. Jh.
):
Das der richter alle monadt mit drein burgern hie zu Admund aus dem markt und drei aus den lantsassen auf dem geu auf dem markt das prott besicht.
Ebd.
82, 10
(Hs.
16. Jh.
,
m/soobd.
):
daß nun hinfür kein markt in gei deß Afflenzthals weder am Thörl [...] noch zu Turnau mit kaufen oder verkaufen bescheche.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
185, 2
(
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
so unerkant leit auf die gei oder ainlezigen heiser zu den pauern komen, wie man es mit denselben handlen und halten soll.
Ebd.
194, 38
(
smoobd.
,
17. Jh.
):
Die unterthanen sollen hinfirt kaine durchraisende crammer [...] bei ihren wohnungen auf dem gei nit hausen oder herbergen.
Wopfner, Bauernkr. Tirol
93, 14
(
tir.
,
1525
):
wie unns der gewerb von der stat vast enntzogen und auf das gew̆ komen ist.
Sachs
15, 348, 6
;
16, 114, 6
;
17, 407, 30
;
18, 354, 22
;
20, 22, 34
;
23, 168, 17
;
Bremer, Voc. opt.
266
;
Schmitt, Ordo rerum
30, 7
;
Dasypodius
206r
;
Hulsius
F iijr
;
Henisch
1372
;
1375
;
Harsdoerffer. Trichter
2, 139, 18
;
Wiessner, Wortsch. Wittenw. Ring.
1970, 63
;
Dief./Wü.
603
;
Pfälz. Wb.
3, 60
;
Schwäb. Wb.
3, 92
;
Schweiz. Id.
2, 38
;
Rwb
3, 1204
 f.