gastfrei,
Adj.
›freigebig gegen Gäste, gastfreundlich‹;
vgl.  4.

Belegblock:

Luther, WA
21, 417, 34
(
1544
):
Seid gastfrey untereinander, Das gehet auff die werck der Liebe in allerley leiblicher notdurfft des Nehesten.
Turmair
1, 349, 16
(
Nürnb.
1541
):
Von früchten, wucher, kleinot, gelt, und wie die Teutschen gastfrei gewesen.
Sachs
4, 43, 12
(
Nürnb.
1534
):
aber mein | Geneust man, wann ich bin gastfrey.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 282, 11
(
Straßb.
1545
):
Unser bischof seint gastfrei, dann sie haben vil hofgesinde.
Ebd.
3, 179, 35
(
obd.
,
1525
):
Ein bischof sol beten, heilig geschrift lesen und predigen, item ein bischof sol gastung halten, sol gastfrei sein.
Turmair
4, 81, 15
(
moobd.
,
1522
/
33
):
sein [die alten] vil zam kommen, gueter ding, ganz gast- und kostfrei gewesen.
Schöpper
11b
;
Maaler
157v
;
Dietz, Wb. Luther
2, 12
;
Schwäb. Wb.
3, 84
.