gast,
der
 ;
-(e)s/-e
, auch
, jeweils + Uml.
1.
›Fremder, Auswärtiger, Zugereister‹.
Gegensätze:
1
 2, ,  1.
Syntagmen:
einen g. annemen / aufnemen / einlegen; ein auswendiger / böser / frem(b)der / unangesessener / wilder
›herumziehender‹
g
.
Wortbildungen:
gastbrot
›Brot für Fremde‹ (a. 1481).

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
6818
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz ist ein ubel willic mut | Daz sie nicht enteiln ir gut | Durch lon des aller besten | Noch durch ere den gesten, | Wegevertigen noch husarmen.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 298, 12
(
preuß.
,
1416
):
Lett eyn burger eynen gast zu gerichte, der burger gebe vor den gast dem fronebothen 2 hellir.
Ebd.
2, 211, 23
(
preuß.
,
1440
):
das dy inwoner dis landes frey weren, und dy geste und der fremde man den czoll geben.
Luther, WA
41, 175, 21
(o. J.):
der [Abraham] die zeit zu Hebron wonete als ein Gast und frembdling.
Leman, Kulm. Recht
2, 3, 43
(
Thorn
1584
):
Claget eyn gast tzu eyme andirn gaste vs vremden landen vmme geltroub der dor geschen ist yn vremden landen in deme gerichte.
Große, Schwabensp.
88, a
, 34 (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
vnde ne ist her nicht eyn gast, so sal man daz pant behalten siben tagen.
Reissenberger, Väterb.
16783
(
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Liebez kint, ich sihe wol | Daz bi wilen ist zu vol | din herze an bosen gesten.
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 62, 35
(
md.
,
1322
):
Swelch man ouch einen gast hat in sinen herbergen, scheidet der von im unde hat im niht vergolden, den schol nimant herbergen.
Schöpper
59a
(
Dortm.
1550
):
Aduena inkoͤmling gast frembder außmann außmarckter außlendischer außmerckischer.
Behrend, Magd. Fragen
159, 14
(
omd.
,
um 1400
):
Wirt eyn gast eyme gaste adir eyme andirn manne, der in deme gericht keyne eygene wonunge hat umb schult geantwert.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
30, 3
(
thür.
,
1421
):
In des sso qwam die botschafft dem konige von Troyan, wie das fremde geste yn seyn landt komen weren mit eyme grossen schiffe.
Ermisch, Freib. Stadtr.
3, 4
(
osächs.
, Hs. 
v. 1325
):
Welch man in den vir milen umme Vriberc gesezzen ist, der ist kein gast nicht, alse zu Misne, zu Kemnitz, zu Dresden unde dabinnen.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
202, 1
(
osächs.
,
1523
/
4
):
Es darf niemand pfand nemen von einem gast fur bekant schult.
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
151v
, 36 (
Leipzig
1588
):
DIE schwinde Seuche der Pestilentz ist auch ein schrecklicher Gast.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
136, 31
(
nobd.
,
1382
):
und wurden gest von Prag, von Eger und von Beheim dernider geworfen.
Chron. Nürnb.
4, 281, 17
(
nobd.
,
15. Jh.
):
eß ward auch verpoten, daz man keinen doten der außerhalb der stat sturb in die stat ließ furen, er wer burger oder gast.
Sappler, H. Kaufringer
2, 182
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
Der jud, der vil ellend gast, | lag dört in dem tempelhaus | in sorgen und in grossem graus.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 273, 12
(
schwäb.
,
1611
):
doch sollen frömbte gäst, so sich tugendlich, friedlich und schidlich halten hiemit nicht gemaint oder begriffen sein.
Martin, H. v. Sachsenh. Tempel
85
(
schwäb.
,
1455
):
Hoher kunst bin ich ein gast.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 579, 34
(
schwäb.
,
1588
):
sy sollen auch bei den becken bestellen und ordnen, daß man alle zeit brott zu kaufen bei inen finde, damit deßhalben an burgern und gösten kain abgang oder mangel erfunden werde.
Rot
337
(
Augsb.
1571
):
Peregrin, Ein frembdling / wandrer / gast / auß lender.
Roder, Stadtr. Villingen
31, 24
(
önalem.
,
1371
):
Swer ouch in der stat sitzet, het der dehain vigent, der gast wer, brehti der die redde fúr rat, das er der vigent wer, wurdi denne dem gaste gekúndet, das er in die stat nút me gan soͤlt.
Rennefahrt, Statut. Saanen
17, 26
(
halem.
,
1393
):
da sol man ime richten nach rechtú alz einem gaste.
Welti, Stadtr. Bern
47, 18
(
halem.
,
A. 14. Jh.
):
Wele gast in vͥnser stat sitzet vnd er der stat recht tuͦt, der sol elluͥ recht han, die ein burger hat.
Argovia
4, 280, 33
(
halem.
,
1449
):
dieselben zwölf, die also erwelt werden, sond dann schwören, dasz sy wolten richten dem armen als dem richen, dem gast als dem ingesesznen.
Leisi, Thurg. UB
7, 750, 32
(
halem.
,
1390
):
daz dehain priester, gaischlicher ald weltlicher, er sy in dem selben hus bruͦder oder gast, mess in der selben cappell hetti.
Herzog, Landsh. UB
588, 40
(
moobd.
,
1392
):
wir sullen auch vnser raͤt, vesst vnd slos, noch dhain vnser ambt in vnsern lannden zu Beyern etc. mit dhainem gast nicht besetzen.
Dirr, Münchner Stadtr.
411, 6
(
moobd.
,
1340
):
Hat aber der gast sein gelt mit dreyn fuͤrpoten erlanget, als hie recht ist, so mag der gast dann sein chlag seinem wirt aufgeben mit gerichtes hant.
Auer, Stadtr. München
260, 3
(
moobd.
,
1347
):
Swelich gast ainem purger bechlagt umb gelt, das er im schuldig ist.
Weber, Füetrer. Poyt.
51, 4
(
moobd.
,
1478
/
84
):
diß hort man gar von kunnden vnnd auch gessten.
Bischoff, Steir. Landr.
176
(
m/soobd.
, Hs. 
v. 1425
):
Ain gast habt den andern wol auf auf ain recht, da sew paid gest sind.
Seuffert u. a., Steir. Landtagsakten
2, 151, 23
(
m/soobd.
,
1479
):
daz ain gemainer anslag auf all und jeglich inwoner und gest des lands geistlich und weltlich fürgenomen werde.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
207, 7
(
smoobd.
,
1565
):
Dergleich soll man ainem nachpern oder ainem, der nit ain gast ist, auch hie nit verpieten.
Bretholz, Liechtenst. Herrsch.
256, 28
(
smähr. inseldt.
,
1414
):
eim ygleichen gast sol man recht tun an dem dritten tag.
Behrend, a. a. O.
47, 11
;
63, 2
;
142, 10
;
159, 14
;
160, 8
;
Chron. Augsb.
1, 39, 18
;
2, 11, 12
;
52, 9
;
178, 23
;
375, 5
;
409, 30
;
3, 42, 9
;
43, 2
;
78, 18
;
410, 21
;
Gehring, a. a. O.
18, 44
;
215, 14
;
262, 14
;
335, 34
;
469, 48
;
500, 33
;
Dirr, a. a. O.
320, 9
;
325, 20
;
365, 10
;
391, 1
;
580, 3
;
Auer, a. a. O.
15, 3
;
35, 2
;
44, 2
;
46, 4
;
57, 4
;
60, 3
;
62, 4
;
180, 3
;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
38, 23
;
93, 31
;
290, 2
;
291, 2
;
Schmitt, Ordo rerum
123, 21
;
Voc. Teut.-Lat. k iijr;
Voc. inc. teut. h iijr;
Dasypodius
94r
;
328v
;
Serranus
76r
;
Maaler
157v
;
Hulsius F iijr;
Henisch
1364
 f.;
Harsdoerffer. Trichter
2, 139, 2
;
Stieler
1, 613
 f.;
Weber, Oswald.
1847, 330
;
Valli, Königsb. Apostelgesch.
1947, 49
;
Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 31
;
Wiessner, Wortsch. Wittenw. Ring.
1970, 63
;
Dietz, Wb. Luther
2, 12
;
Dief./Wü.
603
;
Bad. Wb.
2, 299
;
Vilmar
118
;
Schwäb. Wb.
3, 82
;
Schweiz. Id.
2, 483
;
Vorarlb. Wb.
1, 1065
;
Rwb
3, 1187
 f.
2.
›fremder, auswärtiger Händler, Kaufmann‹; metonymisch zu 1.
Syntagmen:
der g
. (Subj.)
etw. feil haben / herfüren / kaufen / verkaufen
.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
1, 89, 13
(
preuß.
,
1399
):
das keyn burger dis landes keyns gastes gut handtyren noch vorkouffen sal.
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 14, 21
(
md.
,
um 1300
):
Ist, daz ein gast herkumit mit cramerie oder mit cramgewande, di sal he zumale verkoufen mit einander den cremeren.
Ebd.
156, 29
(
md.
,
1464
):
was man weget, ess sei eins burgers adder eins gasts, gibbet man vom centener I den.
Behrend, Magd. Fragen
28, 9
(
omd.
,
um 1400
):
Ouch mogen sie willekore seczen uff geste, dy iren kouffmanschacz tryben in der burger schaden.
Ebd.
160, 15
:
Is darff keyn gast noch wirt pfand nemen von eynem gaste vor bekante scholt.
Hertel, UB Magdeb.
3, 370, 14
(
omd.
,
1487
):
welch gast wolle ader wollen garn verkoufft, der sal geben von dem schillinge ein scherff.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
53, 4, 1
(
schles.
,
1327
):
Welch gast her jn fuͤrit Sidin gewant, Czindal, Syde [...] der shal gebin von dem czenthener czei Scoth.
Mon. Boica, NF.
1, 261, 9
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
5 dn. von eynem igklichen gast, der auff den jarmarckten uff dem rathaus veyl hat.
Chron. Augsb.
3, 412, 7
(
schwäb.
,
1474
):
das ain yeglicher gast [...] alle tag, wenn er wil, wie annder vischer alhie zuͦ failem marckt steen und verkauffen mag ungehindert.
Ebd.
3, 489, 10
(
schwäb.
,
1490
/
1500
):
wer will, der mag hie metzgen und fleisch fail haben, zwir in der wuchen, es seien gest oder wer will.
Ebd.
9, 333, 23
(
schwäb.
,
1536
):
es was auch ain buech in den kasten verordnet, darein schrib man, von welchem kauffman oder gast gekaufft was.
Geier, Stadtr. Überl.
115, 1
(
nalem.
,
A. 15. Jh.
):
Ist aber, das ain gast wein kaufet umb ainen buͤrger, der mag in wol in die statt legen und kumpt darumb nit zuͦ schaden.
Dirr, Münchner Stadtr.
464, 17
(
moobd.
,
um 1365
):
Die gesworen habent gepoten und gesetzt, daz chain gast, er sey kuͤrsner oder chramer oder swaz hantwerchs er chan, nindert in der stat vail haben sein kaͤufmanschaft.
Chron. baier. Städte.
396, 28
(
moobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Ez sol chain gast flaisch vail haben oder verchauffen, er pring ez danne lebentigs in di stat.
Auer, Stadtr. München
321, 4
(
moobd.
,
1347
):
Ez sind die gesworen ze rat worden, daz chain gast eysen noch sail noch strick vail sol haben an dem margt.
Ebd.
384, 3
:
Ez sol chain gast chainerlay wein von andern gasten chauffen.
Seuffert u. a., Steir. Landtagsakten
1, 107, 14
(
m/soobd.
,
1445
):
was gest in das land faren, die mugen wein kaufen, von wem sy wellen.
3.
›fremder Krieger, Söldner, Feind‹; metonymisch zu 1.
Syntagmen:
die gäste überfallen
.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb.
514, 5
(
preuß.
,
1408
):
14 scot vor 1 par schybenmesser, dy her Brendel lis machen vor dy geste.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
106
(
Köln
1476
):
Jn hoghen moed, geloefft myr vast, | Sach man manchen getruwen gast, | Tzor wer ind stryd seer wayll gepast, | Bys Nuyssz gayn ind ryden.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
770, 42
(
thür.
,
1421
):
die selbin geste waren gar mude unde hungerigk, wenn si den tagk unde des nachtis essens nye entpissen hatten, unde sulden streiten.
Chron. Nürnb.
2, 322, 14
(
nobd.
,
1448
/
50
):
Summa der pauren und gest 203.
v. Birken. Erzh. Österreich
69, 21
(
Nürnb.
1668
):
darum griffen sie zu den waffen / und uͤberfielen ihre verbuhlte Gaͤste.
Chron. Augsb.
3, 145, 10
(
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
man hett den gesten ain mal auf der trinckstuben und sassen zuͦ tisch 180 man.
Leidinger, V. Arnpeck
667, 6
(
moobd.
,
v. 1495
):
di von Munchen wurden gewarnt, das herzog Ludbig Freising wolt eingenomen haben, wann er gar vil gest in das land bracht hett.
Turmair
4, 671, 25
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Si hat von den Römern oft auch vil unglücks erlitten und einfall frembder gest.
4.
›j., der von einem Gastgeber, Wirt beherbergt, bewirtet wird; Eingeladener, Besucher‹; metonymisch zu 1.
Syntagmen:
einen g. ausweisen / behausen / empfangen / herbergen; jn. zu g. bitten / gewinnen / haben / laden; ein armer / frölicher / lieber / minniglicher / süsser / ungeladener / werter g
.
Wortbildungen:
gastgabe
›Geschenk für einen Gast‹ (a. 1616),
gastgemach
Gastzimmer‹ (a. 1691).

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
228, 13
(
Lübeck
1639
):
Ein Gast sol nicht vngebeten kommen / vngeladener Gast gehoͤrt hinder die Thür.
Ebd.
230, 22
:
Ein froͤlicher Wirth macht froͤliche Gaͤst.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
38, 4
(
preuß.
,
1399
):
2 m. dem groskompthur, die her hatte in den keller und in die koche gegeben, als in der herre herzog von Gelrn zu geste hatte gebeten.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
532, 822
(
Magdeb.
1608
):
So lernten die Tauben mit schaden / | Was sie fuͤr einen Gast geladen / | Das sie den gebeten ins Haus / | Welcher den Wirth selber biß hinauß.
Luther, WA
30, 3, 288
(
1531
):
Ey putz dich, schmuͤck dich, ketzlin, Es werden uns geste komen.
Kollnig, Weist. Schriesh.
156, 27
(
rhfrk.
,
1595
):
so ein gast zu Ilbeßheim in daß würtshaus keme und dem wirt vor einen kreuzer weck abfordern tete, der wirt aber keinen hätt, so hat der gast macht, sich umbzusehen.
Froning, Alsf. Passionssp.
2741
(
ohess.
,
1501 ff.
):
seczet uch nidder, myn lieben gest! | ich wel uch thun das beste.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth
259, 3
(
Frankf.
1563
):
ich hab gest umb die viere geladen.
Harms u. a., Alberus. Fabeln
33, 14
(
Frankf./M.
1550
):
wie die herberge oder der Wirt ist / also ist auch der gast.
Ralegh. America
8, 31
(
Frankf.
1599
):
wenn der Keyser ein stattlich Pancket anrichtet / vnd seine Haupt vnd Amptleut zu Gast helt / haben sie diesen Brauch.
Roloff, Naogeorg/Tyrolff. Pamm.
387, 3797
(
Zwickau
um 1540
):
wo bleibn die andern geste mein?
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 172, 8
(
Bautzen
1567
):
Hielt er zu gast die Juͤnger sein, | Aß mit jn das Osterlemlein.
Gille u. a., M. Beheim
179, 62
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
ich bin ein gast gewesen | und ir habt mich peherbergt nie.
Rupprich, Dürer
1, 160, 123
(
nobd.
,
1520
):
Jch hab des Niclasen weib 8 weißpfenning geben, do sie mich zu gast lud.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
142, 10
(
Nürnb.
1548
):
wo Christus auff diser Hochzeyt nicht wer gewest / hetten die Gest entweder wasser trinckē oder durstig muͤssen zu hauß gehen.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
156
(
Nürnb.
1517
):
Darumb sol der gast mit fleis warnemen, wer anrichte.
Roloff, Brant. Tsp.
406
(
Straßb.
1554
):
Ir leydigen schwestern ich bitt euch vast | Kommen mit mir und seindt mein gast.
Wickram
4, 17, 24
(
Straßb.
1556
):
mit in wolt ich geselschafft haben / und sie zuͦ gast heim zuͦ haus laden.
Chron. Augsb.
8, 102, 4
(
schwäb.
, zu
1561
):
Des Manlichs 3 mägd haben zuͦ disem wagner noch 2 gesellen geladen und zuͦ gast gehapt.
Ebd.
8, 466, 8
(
schwäb.
, zu
1564
):
alle die, so ire hochzeiten nit auf iren selbst, sonder der geladnen gest kosten haben und halten.
Rennefahrt, Recht Laupen
49, 8
(
halem.
,
1451
):
moͤge ein wirt alda wol brott bachen und den gesten geben.
Müller, Lands. St. Gallen
74, 11
(
halem.
,
1543
):
wellicher wirt zu verpottner zeit und tagen sollichs seinen gesten gebe, der soll umb zwyfache buß one nachlaß gestraft werden.
Welti, Stadtr. Bern
470, 15
(
halem.
,
15. Jh.
):
den wirten, so geste enphachent, soͤllent si ze dem vngelt an einem fuͦder wines ze luterem win schetzen.
Koppitz, Trojanerkr.
12735
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Wie sol ich den ze gaste enpfan | Der mir den schaden hatt getan?
Munz, Füetrer. Persibein
50, 2
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Der wirt von reichait wunnder | erpot sein lieben gesten.
Winter, Nöst. Weist.
2, 121, 2
(
moobd.
,
um 1660
):
nach außgießung schlimer wort so solle der würth oder gast [...] abgestrafft werden.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
432, 10
(
m/soobd.
,
1565
/
81
):
ainem gast soll man gastrecht ergeen lassen in dreien tagen.
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
53
(
mslow. inseldt.
,
1537
):
die Eltern, Hauswirt vnd Hauswirtin, sollen auff Ihre khinder, gest, hausgesind Magt vnnd Knecht Ein getreues auffmerkhen tragen.