garde,
gewarde,
gewardi,
guarde,
guardia,
die
;
–/-n
, dies aus frz.
garde
oder span./ital.
guardia
›Obhut, Wache, Bewachung, Wachmannschaft‹, alle germ. Ursprungs (
Pfeifer
2000, 397
).
›Hut, Wache, Schutz; Leibwächter, Wach-, Schutzmannschaft‹; als Metonymie: ›Tätigkeit als Schutzwache‹.
Seit dem mittleren Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
.
Syntagmen:
eine g. anrichten
.

Belegblock:

Chron. Magdeb. (
nrddt.
,
1565
/
6
):
das mehrer theil dennoch fast in die 3000 (darunder in die 200 reisige) bei einander geblieben, zusamen geschworen und eine garde angerichtet haben.
Schöpper (
Dortm.
1550
):
Satelles. Trabant gwardeknecht helleparthierer.
Volkmar (
Danzig
1596
):
Satellitium, ein gwardi / hauffen drabanten.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
622, 3640
(
Magdeb.
1608
):
Darnach ruͤckt der Koͤnig dabey / Mit seiner starcken leib Guardey.
Ebd.
5095
:
Findet sich die Guardi bald / Die auff des Koͤnigs Leib bestalt.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1572
):
swoir bei sin kroin und wolt im sin gwarda halbarderer zu verwaren da laissen.
Ebd. (
1577
):
Die burger waren van allen gaffeln stark im dom, da sie die gwarda hilten.
Ebd. (
1585
):
die dorfer haben wol tusent man in einer kleidung uff die gwarde und deinst da gehabt.
Allg. Schau-Buͤhne (
Frankf.
1699
):
in dem er zuvor fast nicht auß seiner Residentz gehen dorfte / er wuͤrde dann mit einer Guarde von drey biß 400 Mann begleitet.
Sachs (
Nürnb.
1558
):
ich han | Gerüst mein gwardi und trabanten | Umb mich, mein freund und wolbekanten, | Die mich verwaren nacht und tag.
Ebd. (
1563
):
Wann Sabinus hett abgeführt | Deß keysers gwardi, wie gebürt.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Satellirium, Ein gewardi / beschirmung von trabanten / Ein hauff trabanten.
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 555, 25
(
halem.
,
um 1541
):
Es beschribend ouch die von Zürich [...] ab all irer landschaft die eltisten und erbristen mann, [...], und namend dieselben in die statt zu eyner gwardi, wyttern unradt zuͦ verhüetten.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
v. 1536
):
Erhardt von Dabe, kaiserlicher mt. hauptmann über die teutsche guardi.
Ebd. (
schwäb.
, zu
1499
):
da kam die welsch kard, was ein folck aus Burgundi, die abeilten den aidgenossen den raub ains dails wider und erschluͦgen fill aidgenossen.
Barack, Zim. Chron. f.(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Als aber herr Johan Christof durch die guardi passirt, het er inen gesagt, es würde ain sollicher und solicher hernach kommen.
Roder, Hugs Vill. Chron. (
önalem.
,
1499
):
Do kam die welsch gard in das land, die tribend die Schwitzer wider haim.
Ebd. (
önalem.
,
1503
):
der king von Hyspangen hatt die welsch gard by im.
Kottinger, Ruffs Adam (
Zürich
1550
):
darumb ich kumm uss der ursach, | das ir und gwardi, ouch d‘ spillüt | schnäll seyend uff.