götzer,
der
.
abwertend für die Anhänger einer anderen Religion oder Konfession gebraucht, von protestantischer Seite auf die Anhänger der katholischen Kirche zielend.
Wortbildungen:
götzerei
1) ›Verehrung und rituelle Handlung zur Verehrung eines Abgottes; Ketzerei; Bilderdienst‹; 2) kollektivierend und abwertend für: ›Heiligenbilder‹.

Belegblock:

Luther, WA
23, 87, 1
(
1527
):
Aber geistlich wollen wir sie meyden, verdammen und straffen, weil wir odem haben, als die goͤtzer, Gotts wort verkerer, lesterer und luͤgener.
Ebd.
93, 19
(
1527
):
Hie sey nu zwisschen uns richter nicht allein Christen, sondern auch Heiden, Türcken, Tattern, Juden götzer und alle welt.
Ebd.
28, 574, 7
:
Christiani vocaverunt Gotzer, die hohern teutsche ketzer.
Ebd.
54, 430, 27
(
1545
):
Wer dem selben gleubet und folget, ist ein Goͤtzer und ehret den teuffel an Gottes stat.
Stieler
1, 687
(
Nürnb.
1691
):
Goͤtzerey / die / Goͤtzentum / das / idem qvod Abgoͤtterey / idololatria, paganismus, gentilitas, adoratio imaginum.
Luther, WA
30, 2, 519, 10
;
54, 432, 7
;
54, 440, 9
;
Schweiz. Id.
2, 581
;
Schwäb. Wb.
6, 2059
.