göttel,
die
(zu 1); Zugehörigkeit von 2 zum Lemmazeichen unsicher.
1.
›Taufpatin‹.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl.  1,
2
,  1.
Wortbildungen:
göttelkind
›Patenkind‹ (a. 1575).

Belegblock:

Koeniger, Sendgerichte
93, 26
(
rib.
,
17. Jh.
):
Ob auch zur tauf mehr als ein patt und eine gottel bragt und zugelassen werde.
Chron. Strassb.
511, 11
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
er satte ouch uf, das men zů kindetouffen sol nemen pfetter und göttel die do gevatter werdent, und ouch zům firmende.
Bobertag, Schwänke
242, 7
(
Straßb.
o. J.):
also betrübt gieng es zu seiner dotten oder göttel die es aus der tauff gehebt hette.
Henisch
1716
(
Augsb.
1616
):
Goͤtel / gevatterin / commater, sihe Dod / doͤdle.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
152
;
Martin/Lienhart
247
;
448
;
Schwäb. Wb.
3, 764
.
2.
›aus feinem Mehl gebackenes, als Patengeschenk bei der Taufe überreichtes Brot‹.

Belegblock:

Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
664, 36
(
halem.
,
1463
):
das sy dehein vochentzis brott xx, xxx, xl oder x vom fierttel oder gottel ald brott umb kernnen an die hochzit ald kilwinen nit bachen soͤllent.