görz,
der/das
;
zur Etymologie s. Dwb
4, 1, 5, 970
.
›in der Steiermark übliches Hohlmaß für Getreide‹.

Belegblock:

Mell u. a., Steir. Taid.
234, 23
f. (
m/soobd.
,
1638
):
Verschnig. Ist ein alte maß, [...]; ist unterschidlicher greße, halt an einem ort mer alß an dem andern, wirt in des gotshauß urbar gleichwol gesezt, wirt dardurch gleichwol mer verstanden der görz und die lagl. Görz. Ein görz gestrichen tuet ongever ein khärnerischen halben vierling und ain mäßl, wirt von den untertonen in waiz, roggen und habern gupfter geben und machen vier gupfte fünf gestrichne görz. Verschniglagl hält aine gupfter 1 ½gestrichene görz [...]. Schaff und görz ist gleich in der maß. Gerichtschäffel habern ist ein halber görz.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
217, 17
;
320, 20
;
380, 8
.