göcker,
1
gogel,
gügel,
der
;
zur Vielfalt der Schreibungen s. Dwb
4, 1, 5, 660
; 663.
›Hahn, Gallus‹.
Zur Wortgeographie von ,Hahn‘ in den rezenten dt. Mundarten s. Dwa
15, 7
; 19, 8.
Phraseme:
einen gogel an jn. henken
›jn. zum Narren machen‹.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. .
Wortbildungen:
gockelhan
,
gögelhatsch
›Haushahn‹ (Grundwort zu
hätsche
; Dwb
4, 2, 558
).

Belegblock:

Bobertag, Faust
255, 11
(
Frankf.
1587
):
Dann er ließ einen Goͤcker im Hof fangen, den stellt er auff den Tisch.
Fastnachtsp.
349, 16
(
nobd.
,
v. 1494
):
So wil iederman ein paurn berüpfen | Und sein gogel an in henken
(möglicherweise auch zu
2
gogel
stellbar).
Lichtenstein, Lindener. Katzip.
364
(o. O.
1558
):
Darauff tregt er zwo hahnenfädern von einem indianischen göcker, die ganntz krumb sein wie die türckischen sebel und so lang als eine gůte teutsche Schweytzer meyl.
Maaler
197v
(
Zürich
1561
):
Guggel oder gügelhaͤtsch (der) Gallus, Cristatus ales.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
80,
Anm. 2 (
schwäb.
,
v. 1542
):
beluben nur die gockelhanen dahaim, das sy den tag ankreyten.
Dasypodius
82r
;
Henisch
1673
;
Martin/Lienhart
1, 206
;
Schwäb. Wb.
3, 729
;
733
.