göckelman,
gögelman
der
;
–/-leute
.
›Narr, Gaukler, Possenreißer, Hanswurst‹.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
4, 138, 2
(
nobd.
,
15. Jh.
):
do kam unser herr der künig [...]. da sang man ein lied: O o der goͤckelman ist kumen, hat ein lere taschen praht.
Fastnachtsp.
816, 18
(
nobd.
,
15. Jh.
):
weistu nit, das Jesus auf erden | Eins armen zimermans sun was | Und das er selber die speen auf las | [...] | Was machstu gelauben an einen solchen gockelman han?
Fischer, Folz. Reimp.
9, 196
(
Nürnb.
1479
):
Pey den juden werden bedewt | All dorecht, fürwicz göckellewt.
Sachs
7, 200, 26
(
Nürnb.
1538
):
Der Fürwitz spricht: Was sagt der alte göckelmon?
Ebd.
17, 235, 19
(
1562
):
Den künstner heist sie ein phantasten, | Ein stocknarren wer nichtsen kan, | Den kurtzweyling ein göckelman.
Ebd.
22, 463, 36
(
1548
):
So war sein fatzspil aus. | Er war ein gogelmon, | Der vil abeis fing an.
Bernoulli, Basler Chron.
4, 422, 18
(
alem.
,
um 1454
):
Goͧgelmann ist herwider komen, | Het ein lere teschen brocht.
Sachs
17, 312, 9
;
Schwäb. Wb.
3, 100
;
734
.