göckel,
der
;
wohl Deformation zu , Beeinflussung durch (s.d.) anzunehmen.
›Gaukler, Narr‹.
Phraseme:
jn. sticht der göckel
.
Wortbildungen
göckeler
(dazu bdv.: ),
göckelschwanz
›Blödsinn, Unfug‹,
gockelspiel
›Gaukelspiel‹ (a. 1423),
göckelwerk
›Gaukelei; Blendwerk‹ (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Henisch
1673
(
Augsb.
1616
):
Goͤckel / der Welt goͤckel / id est, mundi histrionia, ludicrum, quicquid risum movet. [...] Sticht jhn der Goͤckel. Der. Goͤckeler / sihe Gauckler. Goͤckelwerck / Dockenwerck / ineptiæ, ludicrum. Zucker / Honig / vnd alles suͤeß Goͤckelwerck macht ein boͤse farb / ferriolus.
Meisen u. a., J. Eck
47, 34
(
Ingolst.
1526
):
„und ainem yeden für sich selb sein urteil freylassen“. Ist das nit ein huͤbscher goͤckel schwanntz?
Schwäb. Wb.
3, 734
.