gäbe,
gebe,
Adj.;
zu
mhd.
gæbe
›annehmbar, lieb, gut‹
(Lexer
1, 721
).
meist von Geld: ›was gegeben werden darf, annehmbar, brauchbar, gebräuchlich, gut‹.
Phraseme:
gänge und gäbe
›üblich‹;
gut und gäbe
›gut‹;
gieb und gäbe
›üblich‹.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Ez.
34, 3
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
ir azzyt dy milch und cleidit uch mit der wolle, unde das do gebe was, daz tot ir, abir mine hert vutit ir nicht.
Große, Schwabensp. 232, a,
19
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Swer pennige deme anderen louͤbet, ist iz in einer stat, her sol im geben, de genge vnde gebe sin, oder swaz iz ist.
Chron. Mainz
1, 260, 26
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
das wir dem selben Heintz Rebestogke und Elsen siner eelichen husfrauwen seßundzwenzig gulden geltis an golde, guter und geber Mentzer werunge [...] verschrieben han.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
177, 35
(
thür.
,
1474
):
so muß uch der genante Jorge Beher eyn sothens met uwer rechten gesatczten buße, nemelich met dryßig schillingen phenigen, met uch genge unde gebe, vorwandeln unde vorbussen.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
111, 17
(
schles.
,
1390
):
Dy selben vomff vnd Czwenczig czinses globen wir [...] mit guten vnd geben grosschen vnuorczoginlich czubeczalen vnd gutlich czurichten.
Gerhard, Hist. alde e
57, 51
(
omd.
,
um 1340
):
So vil des Herodes io | Wolde geben Cleopatre | Alle iar, daz also vorste, | Gebes silbers drihundert phunt.
Geier, Stadtr. Überl.
210, 36
(
nalem.
,
A. 16. Jh.
):
wo ir sehend visch an dem vischmarkt, die nit frisch oder geb sind [...] das ir dann dem oder denen, so dieselbigen visch haben, verbietend, die fail zuͦ haben.
Goldammer, Paracelsus
5, 182, 3
(
1530
):
dann alle ding zerfleust und nix ist gib und geb als allein der gereuet und gediemuetigt in Christo.
Dirr, Münchner Stadtr.
557, 17
(
moobd.
,
1372
):
wie vil der prewn also werdent, so süllen si uns dannoch iaerlich zu zins nicht mer geben dann fümftzig pfunt pfening der münzz, die [...] in dem Obern Land zu Bayern geng und gaeb ist.
UB ob der Enns
9, 246, 12
(
moobd.
,
1377
):
Sechczk wienner pfenning, di gib vnd gäb sind an geuaͤr.
Piirainen, Stadtr. Sillein 64, r,
29
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
so gethaner phenning alz do geng vnd gebe sein.
Geier, a. a. O.
216, 17
;
487, 41
;
551, 9
;
Voc. Teut.-Lat.
k iijv
;
Dietz, Wb. Luther
2, 19
;
Bad. Wb.
2, 271
;
Schwäb. Wb.
3, 3
;
Schweiz. Id.
2, 62
;
Rwb
3, 1128
.