euter,
das / der
.
›Euter; Organ mit Milchdrüsen‹ (von Säugetieren, meist vom Rind).
Bedeutungsverwandte:
1
 1, , ; vgl.  1.
Syntagmen:
der ku das e. beissen, die ku ein geschworenes e. bekommen
;
die milchwämpel
(Subj.)
e. heissen
;
etw. wie ein e. schwenken
;
das e. vol bloses, vom kalb, von den küen / rindern, x e. um x batzen
;
das gebratene e
.;
die warze an dem e., die ku mit dem e
.

Belegblock:

Volkmar (
Danzig
1596
):
Vber, eris, Subst: ein Euter / brust.
Sachs (
Nürnb.
1550
):
Solt ich [der pawr] ein aidt schweren darzw, | So sicht die kw gleich wie die mein, | Die ich hab in meimb stal allein | Mit farb, ewter und dem gehürn.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
742, 28
(
els.
,
1362
):
Din gewalt ist als ein úter vol bloses
[›ohne Gehalt‹]
: wenne das eine nolde stichet so fúrgat alle sine kraft.
Merk, Stadtr. Neuenb. (
nalem.
,
1588
):
Zum feünften sollen si auch die lumeln und schlurpraten, zungen, üterlein und lempen von allen rindern zu dem fleisch [...] hawen.
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
428, 8
(
halem.
,
1418
):
Item so súllent si die útterly von den kuͤgen ieklicher hinder sinen bank, dar uff er daz selb kuͤgin fleisch hoͧwet, henken und nicht hinder eines andern bank.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
132, 8
(
Augsb.
1553
):
ain eitterlin vom kalb gesotten vnnd klaingehackt.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Die dutten oder wartzen an den eutteren.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
dû scholt auch wizzen, daz der unvernünftigen tier milchwäppel aigenleichen äuter haizent.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
,
1494
):
davon sol ainem kellner ergeben werden von denselben rindern die fuess, zungen und die eüterl.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
250, 6341
;
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
76, 29
;
Haltaus, Liederb. Hätzlerin ;