ertauben,
ertäuben,
V.;
zur unspezifischen Umlautverteilung und Vermischung von ertauben
2 mit ertoben
im Halem. s. ; Dwb, Neub.
. 8, 2237
– Gehäuft wobd.
2.
›verwirrt, wahnsinnig, tobsüchtig sein / werden; verblöden‹; auch trans.: ›jn. verwirren‹; Belegblock:
die sekten seind vich [...], vihisch bleibens und erdauben darin und ergrimmen.
Inn narrheyt ist all welt ertoubt.
4.
›besinnungslos machen, jn. betäuben‹; auch intrans.: ›betäubt, besinnungslos sein / werden‹; Belegblock:
Da von die kluͦg und och die zart [Judith] | Den selben [Holofernus] mit troͮm ertoͮbt | Durch wins macht schluͦgs ab im sin hopt.
der wurff was so starck, das Ruolland zuo der erden fiel, also ob er tod were, so gar was er von dem streich ertobet.
Lindqvist, a. a. O.
1680
; Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 291
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