ertagwan,
der
;
–/-Ø
, teils + Uml.;
gelegentlich auch
3
er|tag,
der
;
zu
mhd.
ertagwan
›Frondienst eines Tages‹
(
Mwb
1, 2108
);
Bw wohl zu
1
(auch , V.) und .
›Frondienst, Fronarbeit eines Tages‹;
vgl.
1
 12, zu  1.
Halem.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):  10, (subst.),  1; vgl.
3
 2,  6,  6, , , , , .
Syntagmen:
einen e. tun / verrichten, schuldig sein
;
j. x gulden ane e. verbauen, mit e. beschwert sein
;
ein freiwilliger / xtägiger e
.;
x e
.
Wortbildungen:
ertagner
›j., der Fronarbeit verrichtet‹.

Belegblock:

Müller, Alte Landsch. St. Gallen (
halem.
,
1525
):
sind si beschwert mit eertagwen, es sige stecken füren, mist füren und ander derglichen mer.
Merz, Urk. Wildegg
92, 2
(
halem.
,
1535
):
wunn, weid, staͤg, [...], mit diensten, tagwannen, eertagen, herrschaft, boden und ablösigen zinsen, [...], die syend in der herrschaft Wyler.
Rennefahrt, Gebiet Bern (
halem.
,
1645
):
das sie [underthanen] [...] einen freiwilligen zweiytägigen ehrtagwen verrichtet, ein guͦt stuck an dem graben gemacht.
Maaler (
Zürich
1561
):
Errtagnoͤuwer (der) Gratuitus mercenarius.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Ehrtagwen (der) honoraria opera. Eim ein ehrtagwen thun.
UB Zug
2439, 56
;
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
2, 282, 3
;
Rennefahrt, Zivilr. Bern ;
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 573, 36
;
Barack, Teufels Netz ;
Schweiz. Id. ff. (mit Ausdifferenzierung).