erstaunen,
V.;
im Bezugszeitraum nur im Alem. bezeugt, entsprechend in der Mehrzahl der Belege nicht diphthongiert; vgl. Dwb, Neub.
.8, 2193
›(vor Angst, Schmerz, Schreck, emotionaler Überwältigung) von Sinnen, erschüttert, überwältigt sein‹; dies mit Blick auf die physischen Auswirkungen: ›(vor Furcht, Ehrfurcht) zittern‹; vereinzelt ohne negative Konnotation: ›sich wundern, erstaunt sein‹;
Wobd.
Belegblock:
Ruolland kam uff Rengnolden und gab im ein söllichen streich uff sin hälm, daz er darab erstunet.
und reyb innen allen damit
[mit einem Kreuz]
mund, nassen und ougen, daz sy von stund an uf stuondend, gantz erstunnet. do gab er im ein söllichen streich, das er uff die knŭw nider fiel und was so erstunnent, daz er nŭt wußt, ob es tag oder nacht was.
Sechend an, bitt ich, die sect diser kätzern [...] wie si wankend, stamlend, zwiflend, stoßend, zittrend, erstunend.
Erstaunen / Erschraͤcken. [...]. Ab einem ding Erstaunen / vnnd sich verwunderen. [...]. Erstaunet / Erschrocken / Vor forcht zitterende.