erschmecken,
auch
erschmacken,
V.
1.
›jn. / etw. riechen, wittern‹; tropisch: ›jn. / etw. ausfindig machen‹; ›die Vorteile e. S. erkennen‹; speziell: ›etw. vorkosten‹;
vgl.  58.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Franz u. a., Qu. hess. Ref.
3, 12, 24
(
hess.
,
1547
):
Wer aber Christum liebet und erschmacken wird den unbegreiflichen nutz, [...], von dem wil ich hoffen, das er werde mit David singen.
Goedeke, Fischart. Flöh Haz
968
(
Straßb.
1594
):
Gedacht, wie ich weg möcht erraten | Zu gniessen des erschmackten braten.
Schade, Sat. u. Pasqu. (
orhein.
1520
):
es ist kein guͦter fruchtbarer fleck in tausent mil wegs wit, den dise wölf nit erschmecken.
hail. altvaͤter (
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
do sú [rinder] es erst erschmakten do wurden si als vnsinnig.
Koller, Ref. Siegmunds (Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
den geitz den haben nü die herren und die stet erschmeckt und künnen nit ablassen.
2.
›zu stinken beginnen, einen üblen Geruch verbreiten‹;
vgl.  38.
Phraseme:
jn. erschmecken wollen
›jn. durch Gestank umbringen wollen‹.
Bedeutungsverwandte:
, , ›verschimmeln‹; vgl.  1.

Belegblock:

Barack, Teufels Netz (
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Ist das si das korn tuond versteken, | Das es verdirpt und verschempt
[Var. 1449:
ersmecket
].
Wiessner, Wittenw. Ring
2020
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Welt ıͤr uns dersteken | Derstenken und dersmeken | Und dar zuo mir die chunst ab lern?