erklingen,
V., unr. abl.;
in 1 Beleg schwach flektiert.
1.
›(weithin) hörbar sein, tönen, schallen, widerhallen; sich ausbreiten‹ (von Tönen, Geräuschen, Klängen u. dgl.);
vgl.  38,
1
 1.
Bedeutungsverwandte:
(V., unr. abl.) 2; vgl.  1,  12.
Syntagmen:
etw
. (Subj., z. B.
ein grus / schal, die stimme, das seitenspiel, die töne
)
e., etw
. (Subj.) [wie] (z. B.
süs / wonniglich, in ewigkeit, mit wiederstreit
), [wo] (z. B.
durch berg und tal, im wald, in js. oren, in allen deutschen landen
)
e
.

Belegblock:

Schein, NA
2/1, 12b, 10
(
Leipzig
1627
):
So habe ich auch solches [Gesangbuͤchlein] [...] denenselben
[Kirchengemeinden]
/ zu des Allerhoͤchsten darin erschallenden vnd erklingenden vnauffhoͤrlichen Lob [...] zu wiedemen wollen.
Gille u. a., M. Beheim
23, 17
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Er ist von edler art, der gut gsank geren hort, | wann gsank erclingt got selb in seinen oren.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
Vor Frewd in Mutter Leib auffsprungst, | So bald Mariae Gruß erklung.
Menge, Laufenb. Reg.
1168
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Hie hört man süß erclingen | Der Edeln Engel töne | Von diß hymels schöne.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
11, 66
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
mit widerstreit erklingt der voglein schal, | iegliches sein gemahel freit.
Klein, Oswald
19, 98
(
oobd.
,
1416
):
Wenn ich der grossen gloggen klangk | hort nach der zal erklingen, | ain kurzeweil ward mir ze lank | und lust mich klain zu singen.
Munz, Füetrer. Persibein
420, 3
(
moobd.
,
1478
/
84
):
,Guguck‘ der gauch nur singet, | wie das der nachtigal | gedön pey im erklinget | im walld mit súess vnd wuniklichem schal.
Gille u. a., a. a. O.
358, 37
;
Päpke, Marienl. Wernher ; ;
Klein, a. a. O.
50, 33
.
Vgl. ferner s. v.
1
 3,  1.
2.
›erklingen, einen Klang, Ton erzeugen, abgeben‹; auch: ›etw. (z. B. ein Instrument) ertönen lassen, zum Klingen bringen‹;
vgl.  3,
1
 13.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. ,  2.
Syntagmen:
etw
. (Subj., z. B.
js. leib, kele / zunge, ein schwert
)
e., js. mund
(Subj.)
das lob e
.;
das volk
(Subj.)
in posaunen, die instrumente
(Subj.)
mit iren stimmen e
.;
etw.
(Subj.)
laut / mänlich e
.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1583
):
O liecht erschein vnserm gemuͤt, | [...] | Das vnsre stim dir ernstlich sing, | Vnd vnser mund dein lob erkling.
Holtzmann, Gr. Wolfdietrich (Hs.
A. 15. Jh.
):
Er sties daz swert in den stein, daz ez lut erklank.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1488
):
darauf hieß der kaiser erklingen
[›verlautbaren‹]
: diese maur het er geschaft zu pawen.
Ebd. (
1468
):
als er [...] über die stuben geganngen, weren im etwievil guldin auß dem ermel gefallen und da die auff dem esterich erclungen, hette er [...] gesprochen: [...].
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
alles volck in busanen derklingten: vnd schrien mit grosser stymme.
Brandstetter, Wigoleis
200, 16
(
Augsb.
1493
):
da soellen helm vnd schwert manlichen erklingen.
Munz, Füetrer. Persibein
98, 2
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Gaban dick galopierte, | da von dy schillt erclungen.
Kehrein, a. a. O. ;
Gille u. a., M. Beheim
67, 23
;
Weber, Füetrer. Poyt.
322, 3
.
Vgl. ferner s. v.  2.