er|erbietig,
er|bietig,
Adj.
›respektvoll, höflich‹ (allgemein); ›voll Ehrfurcht, demütig‹ (gegenüber Gott oder dem Heiligen); mit Tendenz zu: ›freiwillig dienstbar‹;
vgl.  128.
Mittleres und späteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
 34, , , ; vgl.  6,  2.
Wortbildungen:
er|erbietigkeit
.

Belegblock:

v. Ingen, Zesen. Ros.
85, 29
(
Hamb.
1646
):
Kl. [...] die Roselinde ist uͤber alle massen hals⸗starrig | F. und dieser uͤberaus ehrerbuͤtig und hoͤflich.
Ebd.
98, 7
:
Er ging von ihr bei seite mit einer grossen ehrerbietigkeit / ja er wolt’ auch die augen / sie an zublikken / nicht aufhoͤben.
Luther, WA (
1522
/
3
):
Seyt ehrbietig gegen yederman, Habt lieb die bruderschafft, Fuͤrchtet Gott, Ehret den koͤnig.
das sich der leib zuͤchtig und ehrbietig gegen dem leib und blut Christi helt.
Memminger Chron. Beschr. (
Ulm
1660
):
daß sie Ehrerbietige / freundliche vnd diensthaffte Leuthe seyen.