eidam,
eidem,
der
;
zu
mhd.
eidem
(); hinsichtlich der Verbreitung des Wortes und seiner Synonyme im
Mhd.
s.
Müller, Großvater [...].
1979, 127
ff.
›angeheirateter männlicher Verwandter‹; in der Regel: ›Schwiegersohn‹ (auch der zukünftige); auch: ›Schwiegervater; Schwager‹; genaue Bedeutung aus den Belegen oft nicht zu entscheiden.
Zu den Bezeichnungen für ,Schwiegersohn‘ in den rezenten Mundarten s.
Dwa
6, 5
; dazu
Debus, Heiratsverwandtschaft.
1958, 1-116
.
Keine wobd. Belege.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
einen e. haben, den e. befragen
, [wohin]
senden
;
der e
. (Subj.)
in js. gütern teil haben, j. js. e. sein / werden
;
dem e. etw. bezalen / geben / leihen, geld ausgeben, ein handwerk leren, einen brief schreiben, etw. pflichtig, x gulden schuldig sein, die tochter zum weibe geben
;
auf js. e. stechen, beim e. hilfe suchen, schimpf und schande einlegen, wieder den e. hart sein, zu js. e. fliehen
;
der e. des keisers / königs, des
[+ Eigenname];
der liebe e
.

Belegblock:

Luther, WA (
1527
):
das er [Laban] seinen eyden und seine toͤchter so schendlich handelt.
Franz u. a., Qu. hess. Ref.
4, 53, 27
(
hess.
,
1532
):
sagt Heintz Hantzel, das sein hausfraue gesagt habe, er und sie seien allezeit hart wider iren eiden [...] gewest.
Ebd.
507, 14
(
1597
):
die Neuschneiderin, und Maria, ihre Tochter an Sebastian, schulmeister zu Holtzhausen, ihrem lieben eiden.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1563
):
Also ward er seiner mutter haußwirt und eiden, auch seiner schwester und tochter ehemann.
Goedeke u. a., Liederb. (
Frankf.
1582
):
nechten abent war ich euer gedingter knecht, | euer eiden bin ich worden.
Gerhard, Hist. alde e
2023
(
omd.
,
um 1340
):
Kung Saules eidem David wart | Durch daz lob der iuncvrouwen zart.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
68, 19
(
thür.
,
1474
):
sintdemal sy [frouwe] [...] alle ir gud Hanßen Thymen, eyme yrem eydamme unde tochtermanne, gegebin hat.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1469
):
als er [Niclaus Muffell] [...] seinem ayden 800 gulden [...] schuldig sey.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
Endlich hat er geschriben eben | Einen kleglichen brieff also | Seinem eiden.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
Wann sy [engel] sprachen zuͦ loth. Hastu hie kein din eyden
[nd. Bibel 1494:
swegheren
;
Froschauer
1530 /
Dietenberger
1534 /
Eck
1537:
tochterman
;
Luther
1545, 1. Mose 19, 12:
Eidam
]
oder sún oder toͤchter.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Der kunig kundt das mit seyner macht nicht wennden und suecht hylff pey seynem ayden, kunig Mathias von Vngern.
Ettlich fursten von Bayern, hertzog Albrecht von Munchen, des kayser ayden, [...] hetten hoffnung auf das lanndt gehabt.
Auer, Stadtr. München Anh. (
moobd.
,
n. 1347
):
Ez mag auch iegliche maister seinen sun und seinen aidem sein hantwerch leren.
Qu. Brassó
5, 441, 35
(
siebenb.
,
n. 1646
):
ist der Waida sampt seinem Edem, [...] welscher do zu Tirnau des Schorban Wayda Tochter genommen hat, [...] gestorben.
Luther. Hl. Schrifft.
1. Sam. 18, 18
;
Wyss, Limb. Chron. ;
Franz u. a., a. a. O.
87, 32
;
Goerlitz, Magd. Schöff./Posen
77, 28
;
Bentzinger, Erf. Historienb., Gen.
19, 12
;
14
;
Grosch u. a., a. a. O.
138, 16
;
Loose, Tuchers Haushaltb. ; ;
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Ayrer. Phaenicia
212, 269
;
Rennefahrt, Statut. Saanen ;
Leidinger, V. Arnpeck ;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
67, 14
;
Vgl. ferner s. v.  4, (Adj.) 4.