eckeln,
ekeln,
2
egeln,
V.;
vgl.
mnd.
echelen, egelen
›widerwärtig sein, verdrießen‹
( f.).
›jm. missfallen; jn. verdrießen‹; auch verstärkt: ›Anstoß erregen; jm. widerwärtig sein; jn. anwidern, abstoßen‹; vgl. (Adj.) 3.
Bedeutungsverwandte:
2; 3, 2,
2
2, 2, 2; vgl. .
Gegensätze:
(V.) 6.
Syntagmen:
etw
. (Subj., auch unpersönliches
es
)
e
. (absolut);
jn. e
.;
sich e
. (refl.);
j. ob e. S., js. sele über eine speise e
.;
jm. / e. S. (für / über etw., vor e. S.) e
.

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
544, 22
(
Lübeck
1639
):
Das alt eckelt / das new gefaͤllt.
Luther, WA (
1524
):
Denn die schrifft heisset die Abgotter eigentlich ein grewel, darumb das Gotte dar fur eckelt und grawet.
Ebd. (
1536
):
wil so eine schendliche braud nhemen, dafur ich solt speien und euch eckeln.
Ebd. (
1534
):
das Jungker Faulwitz [...] nichts befolhen ist, Aber was jm befolhen ist, das stinckt und ekelt jm, kans schlecht nicht warten.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
19, 8
(
Frankf./M.
1626
):
Da aber [...] andere hierin gesetzte Freyheiten
[beim Dichten]
noch einen oder andern ergern oder eckeln wolten.
Sachs (
Nürnb.
1562
):
Wurd das volck murren wider gott, | Ecklet ob seinem himelbrodt.
Ebd. (
1563
):
Keiner war sein geleich | [...] | Als mit geigen und schwegeln, | Auch mit schwencken und egeln.
Bobertag, Eulensp. (
Straßb.
1515
):
bin ich [Vlenspiegel] ein gouckeler, so sol ich im goucklery beweisen, vnd in ickelt, dz in der man so verschmehet.
Luther. Hl. Schrifft.
2. Mose 7, 18
;
3. Mose 26, 44
;
4. Mose 21, 5
;
Hiob 33, 20
;
Byland, Wortsch. Zürcher AT. .