durchbrennen,
V.,
auch rückuml.; auf eine Unterscheidung trennbarer und untrennbarer Bildungen wird hier zugunsten einander nahestehender Bedeutungsbereiche verzichtet; vgl. ausdifferenzierend
Dwb, Neub.
6, 1574
 f.
1.
›etw. ausbrennen, versengen (als Foltermethode)‹; ›jm. / e. S. etw. (z. B. ein Loch) einbrennen; jn. / etw. mit einem Brandmal versehen‹;
vgl.  2,  48.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.

Belegblock:

Karnein, Salm. u. Morolf
247, 2
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
Aller erst sach er ir durch die hant, | da er sie mit dem golde hette durch gebrant.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
Ir Bruͤst ohn alle schuld, | Durchbrennet vnd abgeschnitten, | Diß hat sie [Sanct Barbara] alles gelitten.
In Suͤnd ohn schew, ohn Beicht vnd Rew | Gott opffern hie auff Erden, | Ein solche Hand wird selbst durchbrandt, | Deß Teuffels Opffer werden.
2.
›etw. ganz und gar entflammen, durchglühen‹;
vgl.  514,  131415.

Belegblock:

Franck, Decl.
335, 9
(
Nürnb.
1531
):
O glori du allein durchbrennest die gemuͤt vnd hertzen aller menschen.