dreifaltigkeit,
vereinzelt auch
dreifaltkeit,
die
;
-Ø/–
.
– 1-5 eng zusammengehörig; Gliederung nach folgenden Teilaspekten: 1. Glaubenstatbestand; 2. Dreizahl der Personen; 3. Substanzgedanke; 4. Analogien in der Schöpfung, speziell in der
sele
; 5. personifizierter Bezug auf Gott, Christus; 6.-7. Spezialisierungen ohne direkten Bezug zur Trinität des christlichen Gottes.
1.
›Trinität, Dreifaltigkeit des christlichen Gottes‹; auch metonymisch: ›der christliche Glaube‹ (im Gegensatz zu anderen Glaubensrichtungen); in der christlichen Glaubenslehre das zentrale Geheimnis der göttlichen Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist bezeichnend; auch als Bestandteil in Namen gebraucht (z. B. von bestimmten Tagen, Kirchen);
zu (Zahlwort) 5 (dort auch Literatur),  1.
Gehäuft Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘, auch narrative Texte.
Phraseme:
der (heiligen) dreifaltigkeit (tag)
u. ä. ›Trinitatis, Dreifaltigkeitssonntag‹ (der erste Sonntag nach Pfingsten).
Bedeutungsverwandte:
,
1
 1, ; vgl. , (
die
).
Gegensätze:
 1.
Syntagmen:
die d. defendieren / vernichten
;
die d
. (Subj.)
einen gewalt / ein wesen bezeugen
;
sich der d. verziehen
;
an die d. glauben, von der d. disputieren / sagen / sprechen, von der d. eine messe, ein amt singen, etw. von der d. verstehen, zu der d. gedächtnis messe haben
;
die d. gottes
;
die allerheiligste / geware / götliche / heilige
(häufig)
d
.;
der glaube der d
.;
der glaube an die / in die / von der d., der verstand / hohe dinge von der d
.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Trinitas. Dreyheit dreyfaltigkeit trinitet.
Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
ich [Theophilus] [...] vorzie mich der drivaldekeite | und dar zu der kristenlichen toufe.
Feudel, Evangelistar
103, 24
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
An dem ersten suntage noch der drivaldekeit schribit sente Lucas.
Thiele, Chron. Stolle (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
do hub man an zu singen in beiden kerchen messe, von der heilgen dry faldickeit.
Thür. Chron.
15v, 22
(
Mühlh.
1599
):
Arrius der grosse Kaͤtzer / der die heilige Dreyfaltigkeit vernichtet.
Schönbach, Adt. Pred. (
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
du solt gelouben daz der vater und der sun und der hıͤlege geist ein war got ist und solt gelouben an die drivaldicheit.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
die lxx tulmetzschen [...] wolten [...] verschweigen die sacrament des glaubens der heiligen dreyueltigkeit
(aus der Vorrede).
Morrall, Mandev. Reiseb.
88, 18
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
ir Alkoren
[›Koran‹]
seyt in nit von der hailigen trifaltigkait.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
kayser Justinus der ander, der macht die schön kirch sant Sophey, ist als vil als trivaltikait, zuͦ Constantinopel.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
1757
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
Der schrifft von der heyligen driualtichait ist gar uil in der alten vnd newen ee.
Bauer, Imitatio Haller
69, 14
(
tir.
,
1466
):
Was ist dir das nucz, das du tisputierest [...], von der heiligen triualtikchait oder von andern hohen dingen.
Rechn. Kronstadt
2, 164, 1
(
siebenb.
,
1529
):
an der heyliger dreyfeltykayt ist vorden asp. 37½; an gotzlychmes tag asp 28½
(Kollekteeinnahmen).
Quint, Eckharts Pred. ;
Kurrelmeyer, a. a. O. ;
Bihlmeyer, Seuse ;
Wiessner, Wittenw. Ring
3947
;
Morrall, a. a. O.
160, 18
;
Buijssen, Dur. Rat.
37, 2
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. ;
Baptist-Hlawatsch, a. a. O.
1690
;
Voc. inc. teut. e
iijr
;
Vgl. ferner s. v.  2,  2,  2.
2.
›Dreiheit, Zahl der Personen in Gott‹; unter besonderer Betonung des Personengedankens der Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist in
einem
christlichen Gott; zu (Zahlwort) 5 (dort auch Literatur); eng anschließbar an 1.
Gehäuft Texte religiösen und didaktischen Inhalts.
Bedeutungsverwandte:
 3, (
die
1; vgl.  5, ,  5, ,  8,  7,  2.
Syntagmen:
etw
. (Subj., z. B.
die zwei finger und der daumen
›die drei zum Schwur erhobenen Finger‹)
die d. bedeuten
;
die d
. (Subj.)
gelobt sein, ein got sein, ein determiniertes zal der personen bezeichnen, die d. in götlicher natur sein
;
freude an der d. finden, got in der d. sehen, etw. von den personen in der d. sprechen
;
die d. der personen
(häufig);
die d. in den personen
(häufig),
die d. von got
;
die heilige d
. (häufig);
ein got in der d. der personen
.

Belegblock:

Bömer, Pilgerf. träum. Mönch (
rhfrk.
,
um 1405
):
Von Gotte auch dye dryvaltikeit, | Dry personen in eynikeit, | Da von du das zeichen haist gesehen.
Jostes, Eckhart
44, 35
(
14. Jh.
):
Dicz ist gesprochen von den person in der drivalticheit.
Gille u. a., M. Beheim
14, 7
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wann in gotlich natur so ist gericht | Drivaltichait diser personen da: | vater, sun, heilger geist, ain got, drey namen.
Kehrein, Lieder 14./15. Jh. (
14.
/
15. Jh.
):
Got in driualdikait ainvalt | ain ding ain wesen drey gestalt.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
Ysayas sprichet daz man in dem hýmelrich vindet vroͤde úber vroͤde an der drivaltkait der personen.
Schmidt, Rud. v. Biberach
69, 7
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Solich sint vilbi ellv́ dv́ ding, dv́ wir von der personen triualtikeit gloͮben muͤssen.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
381, 22
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
der name „driveltikeit“ bezeichent in got ein beterminiertes zal der personen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
45, 20
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
Es waz ouch an der selben statt da er [Abraham] gott sach in der tryfaltigkait und sach try personen und bettet nun ain gott an.
Bömer, a. a. O. ;
Froning, Alsf. Passionssp.
7901
;
Vetter, Pred. Taulers ;
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
313
;
3.
›Dreieinigkeit‹ als substanzhaft gedachte Qualität und Seinsweise des christlichen Gottes; vgl. (Zahlwort) 5 (dort auch Literatur); eng anschließbar an 1.
Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Bedeutungsverwandte:
, , ,  3, I, 5,  7, , , ; vgl. (
die
), (
der/das
1,  3.
Syntagmen:
die d. ausreiten / begreifen / durchgründen / durchschauen, in jm. verpflichten
;
die d
. (Subj.)
ein icht
›etwas Existierendes/Nicht-Existerendes‹
sein, in jm
. (z. B.
in dem menschen Christus
)
gezält sein
;
der d
. (Gen.)
regieren
;
j. got an der d. anbeten, got in seiner heiligen d. frölich stehen, aus jm. in seiner d. blühen, j
. (z. B.
der geist
)
sich in der d. freuen, etw
. (Subj., z. B.
alle dinge
)
in der d. bedacht sein, j
. (z. B.
Maria
)
in der d. sein, unbeflekt bleiben, in die d. versenkt sein, von der d. wunder
›Wunderliches‹
verstehen
;
die einige / gerevierte
(wohl ›suchend gespürte‹) /
götliche / heilige
(häufig)
/ frone / pure / werte d., die erste / andere d
.;
das feuer / wesen der d., ein gezeuge mit unterschied seiner d., die wirkung der d
.;
got in seiner d
.

Belegblock:

Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
seht di drivaldikeit were ein wicht, | enwere der heilige geist da nicht.
Jostes, Eckhart
33, 15
(
14. Jh.
):
daz ist di unbegriflicheit der wurchung der heiligen drivalticheit. [...] di einung der heiligen drivaldicheit di ist daz wesen dez puncht.
Ebd.
49, 35
:
Di drivaldicheit der einicheit di enmach man mit nicht begriffen dan mit einicheit.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1583
):
O Einige dreyfeltigkeit, | Der du regirest weit vnd breit.
Neumann, Rothe. Keuschh.
2460
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
ess
[Lilie]
bedutit auch dry korner der kuscheid | das wesen der heiligen drivaldikeid.
Schönbach, Adt. Pred. (
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
Dise drū gebot [...] horten zu gote. dar umme druͦ, dazu du got anbeten solt an der drievaldicheit.
Gille u. a., M. Beheim
14, 5
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Er [got] wolt uns sein ein speis, das er in uns verphlicht | die heilgen fron drivaltikait so pure. | [...] | in dem menschen Christo ist auch also | ein andere drivaltikait geczalt | der substancz gothait, leib und sel czu samen.
Ebd.
14, 16
:
In der ersten drivaltikait, in der substancz, | noch kain substancz undern zu vellen pleibe.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
E. 14. Jh.
):
wanne Arrius und Sibillus, die wunder verstundent von der heiligen drivaltekeit.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
won si [únsrú vrowe] ist in dem fúre der hohen drivaltkait, und ist daz fúr in ir.
zuͦ dem ersten male sont wir gedenken nach der drivaltkait unsers herren.
Lindqvist, K. v. Helmsd.
4575
(
halem.
, Hs.
um 1435
):
Froͤw dich [Maria] das du in Gottes schrin | Versenket bist och tieff dar in | In die hailgen drivaltikait!
Schmidt, Rud. v. Biberach
85, 27
(
whalem.
,
1345
/
60
):
der geist [...] froͮt sich vnsaglich in der heiligen drivaltikeit.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
Den stain [carbunculus] hân ich geleicht unserr frawen weishait, dâ mit si die götleichen drivaltichait und daz götleich wesen durchschawt.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
8, 59
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
Wis gegrüsset, aller güte | muter, seit got aus dir blüte | in seiner dreivaltichait.
Sudhoff, Paracelsus ;
Päpke, Marienl. Wernher .
Vgl. ferner s. v.  11, ,
2
 3, (V.) 14.
4.
›leitendes Seinsprinzip der göttlichen Dreifaltigkeit‹; analog bezogen auf die Schöpfung, insbesondere auf die (im Rückgriff auf Augustinus) als gottähnlich gedachte menschliche Seele; vgl. (Zahlwort) 67; anschließbar an 3.
Gehäuft in Texten theologischen, überwiegend mystischen, sowie didaktischen Inhalts belegt.
Bedeutungsverwandte:
 3,  5; vgl. ,  2,  1.
Syntagmen:
die d
. (Subj.)
bestehen
;
got die d. an jm. wirken, etw
. (z. B.
die sele
)
die d. offenbaren
;
die d. in etw
. (z. B.
in diesen reben
)
wonen
;
etw
. (z. B.
die sele
)
der d. gleich sein
;
etw
. (Subj.)
in der d. gestärkt werden, nach der d. gebildet sein, von der d. in etw
. (z. B.
in die kräfte der sele
)
gehen
;
die d. der einigheit
;
die götliche / heilige d
. (häufig),
alle d
.;
der entwurf der d., die bezeichnung / einigkeit der d., das bild / geschlecht / gleichnis / wort der d., drei kräfte nach der bildung der d
.;
eine kette, ein gleichnis von der d
.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
184, 4276
(
Magdeb.
1608
):
Wie alles auß dem Circkel gehet / | Wie die Dreyfaltigkeit bestehet. | Wie alle kunst der Alchimey / | Jm Ey fein abgebildet sey.
Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
De myster [...] sprechent [...], dat de sele haue dri creften, dar an sy gelich sy der dryueildicheit.
Jostes, Eckhart
3, 13
(
14. Jh.
):
daz ist der anplich der gotheit, denne wirt di sel gestergt in der drivaldichait.
Ebd.
40, 14
:
ein guldein cheten ging von der drivalticheit in di obersten creft der seln.
Ebd.
56, 10
:
Do sprach sanctus Augustinus: Di sel [...] ist gemacht von der materie der gotlichen min und ist geborn von dem hohen geslecht der heiligen drivaldicheit.
Strauch, Par. anime int.
5, 32
(
thür.
,
14. Jh.
):
hi bewisit meistir Eckart wi Got die helege drivaldekeit gewirkit habe an disime kinde und wi he mit der sele wirke.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
E. 14. Jh.
):
Die sele hat drie edele krefte, in den ist sú ein wor bilde der heilgen drivaltikeit.
Schmidt, Rud. v. Biberach
184, 4
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Dar vmbe ellv́ driualtikeit wonet in disen reben.
Ruh, Bonaventura
324, 2
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
alle künst sol tragen betzaichnung der hailligen dryualtigkait.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
der prunn ist pach oder der pach ist prunn. daz mag ain geleichnüss sein von der götleichen drivaldichait.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
2004
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
in dem capitel etzwaz gelaẅtert ist daz etleich geleichnüss der driualtichait in den creaturn erfunden werden.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
67, 9
f. (
tir.
,
1464
):
die ersam sël [...] offenwaret mir die ainikhait der aller heiligisten triuallttikhait vnd die triualtikhait der ainikhait.
Steer, W. v. Herrenb. Büchl.
557
;
Strauch, a. a. O.
26, 36
;
99, 16
;
Baptist-Hlawatsch, a. a. O.
2049
.
Vgl. ferner s. v.  1, .
5.
›Gott, Jesus Christus‹; synonymisch gebraucht als Name bzw. personifizierende Umschreibung für Gott, seltener Jesus Christus; häufig als Bestandteil von Berufungs-, Ermächtigungs- und Autorisierungsformeln gebraucht; vgl. (Zahlwort) 5 (dort auch Literatur); anschließbar an 1.
Nahezu ausschließlich Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Phraseme
(bzw. formelhaft):
im namen der
(z. B.
heiligen / hohen / ungeteilten
)
dreifaltigkeit
.
Bedeutungsverwandte:
 12,  1,  123, ; vgl. .
Syntagmen:
die d. hören / loben / sehen / sprechen, got mit dem wort d. nennen
;
die d
. (Subj.)
jn. leren, etw. wissen, jm. helfen, jm. etw
. (z. B.
ein geistliches leben
)
schaffen
;
die d
. (Subj.)
ein got sein
;
j. der d. danken, jn. der d. befelen, j
. (z. B.
Maria
)
der d. eine hauptlene / ein tempel sein, etw
. (Subj., z. B.
rauch
)
der d. geopfert werden, etw
. (z. B.
ein buch
)
der d. zu lob hören
;
j. von der d. gekrönt sein, zu der d. sprechen
;
die allerheiligste / anbetliche / erwürdige / ganze / götliche / heilige / liebe / oberste / selige d
.;
der tron, die gegenwart, das erengebäu / werk / werkzeug der d
.;
die von der d. beerte / hochgelobte
(als Umschreibung Marias),
ein lob zu eren der d
.

Belegblock:

vil besser sprech man ,Gott‘ denn ,die Trivaltigkait‘.
Ebd. (
1544
):
Es ist wol nicht ein koͤstlich Deudsch, lautet auch nicht fein, Gott also zu nennen mit dem wort Dreyfaltigkeit.
Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
daz si [Maria] der heiligen drivaldekeit | ein houbetlene were.
Jostes, Eckhart
66, 15
(
14. Jh.
):
wir sullen erkennen, daz wir sein ein werkgezeug der heiligen drifaltikeit.
Chron. Köln (
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
beuele dich der Driueldicheide | ind syner moder beyde.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Bautzen
1567
):
Gelobt sey die Dreyfaltigkeit.
Asmussen, Buch d. 7 Grade
2234
(
nobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
Des helf uns die driveltikait.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
24
(
Nürnb.
1517
):
Paulus, [...], die zung Christi, den die heilig trifaltigkeit selbst gelert hat.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Daz gross ops teilt er in vier teil: du̇ dru̇ ass er in dem namen der heiligen drivaltekeit, daz vierde teil in der minne.
Brett-Evans, Bonaventuras Leg. S. Francisci
125, 6
(
önalem.
,
v. 1478
):
do nam er [Franciscus] daz heilig ewangelienbuͦch [...] vnd hies den gesellen, [...], das er daz vfdete in dem namen der heiligen trivaltigkeit.
Päpke, Marienl. Wernher (
halem.
,
v. 1382
):
Von dem throne der drivaltekait | Der hymel kúneg mit wirdekait | Och gen Marien selbe gieng.
Anderson u. a., Flugschrr.
16, 2, 1
([
Augsb.
1522
]):
JN dem namen der heiligen vnzertailten Dreyfaltigkait. Amen.
Buijssen, Dur. Rat.
36, 16
(
moobd.
,
1384
):
mit [...] der stim schrieren si und sprachen zw der heiligen drivaltichait, ganczen drivaltichait: Herr erzaig uns dein parmherzichait.
Roth, E. v. Wildenberg (
moobd.
,
v. 1493
):
darnach tawft er den hertzogen Theodo in dem namen der heiligen und ungeteilten drivaltigkeit.
Kehrein, a. a. O. ;
Lindqvist, K. v. Helmsd.
189
;
Wiessner, Wittenw. Ring
1
;
Spechtler, Mönch v. Salzb.
44, 1
;
Piirainen, Stadtr. Sillein
38b, 36
;
Qu. Brassó
5, 239, 6
;
Vgl. ferner s. v. ,  2,  1,  4,  1,  2.
6.
›Dreifaltigkeitsblume, dreifarbiges Veilchen, Stiefmütterchen, Ackerveilchen‹.
Zur Sache:
Marzell
4, 1172
ff.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
dreifaltigkeitkraut
.

Belegblock:

Dict. Germ.-Gall.-Lat.
534
(
Genf
1636
):
Treyfaltigkeitkraut [...], Flos louis.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Dreyfaͤltigkeit / freysam̄ / vnnutz sorg / jacea tricolor; herba trinitatis.
7.
›dreifaches Schisma‹.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock: