dorstig,
Adj.;
zu
mhd.
türstic
›kühn‹
(Lexer
2, 1588
).
›kühn, tapfer; tatendurstig‹; auch: ›verwegen, überstürzt, unbesonnen‹.
Wortbildungen
dorstigkeit
(dazu bdv.:  1, [s. v.  1],
unsinnigkeit, zornmütigkeit
).

Belegblock:

Mitzschke, UB Bürgel
432, 10
(
thür.
,
1437
):
wir wern torstige meyneide lute wurdin.
Thiele, Chron. Stolle
271, 23
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
der junge herre were nicht also ernst noch so torstig.
Voc. Teut.-Lat.
i viijr
(
Nürnb.
1482
):
grimmiger hefftiger torstiger vnsinniger.
Ebd. :
grimmigkeit hefftigkeyt torstigkeit vnsinnigkeit zornmütigkeit.
V. Anshelm. Berner Chron.
2, 256, 1
(
halem.
,
n. 1529
):
demnach ir ungesumten, dorstigen angrif und verachtung, so ire viend [...] gegen iren hielten.
Ebd.
2, 256, 3
:
wo si zuͦ irer dorstikeit gegen iren selbs bstaͤndige einmietigkeit [...] haͤtte gehalten, waͤre so gross wunder durch si geschaft.