donnerschlag,
der
 ;
–/-e
+ Uml.
›krachender Donner; von Donner begleiteter Blitz‹; auch ütr. auf Bezugsgrößen, die mit
donnerschlag
in Vergleich gesetzt werden, z. B. für ›donnerndes Geräusch‹; ›donnernde, machtvolle Rede, donnerndes Wort‹;
vgl.  134.
Bedeutungsverwandte:
 1.
Syntagmen:
einen d. hören / verjagen
;
ein d
. (Subj.)
geschehen / kommen / sein, jn. erschlagen, etw. verbrennen
;
etw
. (z. B.
den grim
)
mit d. merken lassen, etw. mit d. treiben, jn. mit d. strafen, von einem d. sterben, etw. verbrennen
;
donnerschläge der stimme
.

Belegblock:

Luther, WA
22, 346, 22
(
1544
):
Diese vermanung treibt nu S. Johannes weiter [...] mit ernsten worten und eitel Donnerschlegen wider die, so fleischlich sich Christen rhuͤmen.
Wyss, Limb. Chron.
46, 22
(
mfrk.
, zu
1357
):
da geschan gar große gruweliche donerslege unde wonderliche große blicke.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 229, 6
(
Köln
1582
):
Du liessest mercken deinen grimm, | Mit donnerschlegen grosser stimm.
Palmer, Tondolus
734
(
Speyer
um 1483
):
Ich hort auch einen grossen tonerschlag / vor dem alle dise welt erschrack.
Chron. Strassb.
1, 96, 16
(
els.
,
1362
):
do brante von eime dunreschlage an dem meiobent daz glockehüs.
Bernoulli, Basler Chron.
4, 334, 6
(
alem.
,
1460
):
kam by stillem wetter ein samlicher tornslag, des glichen nie gehoͤrt wart.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
36, 70
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
all zauber, gift, den donerslag, | wa falsche zung uns nag, | herr, das verjag.
Kummer, Erlauer Sp.
5, 470
(
m/soobd.
,
1400
/
40
):
es chom von himel ein donerslag | und sluͦg uns nider pei dem grab.
Wackernell, Adt. Passionssp. Pf. I,
927
(
tir.
,
1486
):
Da kom von liecht ein grosser schein | Und dar zwe ein dander schlag.
Luther WA
47, 37, 25
;
Kehrein, a. a. O.
1, 107, 16
;
Asmussen, Buch d. 7 Grade
2214
;
Mayer, Folz. Meisterl.
5, 70
;
Chron. Strassb.
1, 29, 23
;
Päpke, Marienl. Wernher
9669
;
Bachmann, Morgant
324, 28
;
Dreckmann, H. Mair. Troja
30, 27
;
Chron. Augsb.
2, 24
;
Mylius
A 8v
;
Dietz, Wb. Luther
1, 447
;
Schweiz. Id.
9, 249
;
Schwäb. Wb.
2, 262
;
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 58
.
Vgl. s. v. , (
das
1.