dolmetschung,
die
, auch
das
;
, auch
-e/-en; -Ø
.
›Übersetzung eines Textes / Textteils aus einer Sprache in eine andere‹; häufig ütr. (und in unklarer Abgrenzung zur reinen Übersetzung): ›Auslegung, Interpretation (eines Textes)‹;
Bedeutungsverwandte:
 45, , , ; vgl.  2.
Syntagmen:
eine d. abschaben / brauchen / haben
;
j. einer d. nichts achten
;
eine d. einer anderen folgen
;
js. meinung im d. anzeigen, in einer d. gefelt sein
;
die alte / falsche d
.;
die d. Luthers, der alten
;
die gabe, die geschlechte der d
.

Belegblock:

Luther, WA
18, 104, 23
(
1525
):
Aber disse geyster, die die hymlische stymme alleyne haben, achten freylich meyner dolmetschung nichts.
Ebd.
30, 2, 633, 24
(
1530
):
Es ist mein testament und mein dolmetschung, und sol mein bleiben.
Ebd.
54, 73, 2
(
1543
):
Ich wolle dis mal keinen Meister haben, Sondern meine meinung im Dolmetschung anzeigen.
Ebd.
54, 28, 9
(
1543
):
das man zu der zeit bey Sechserley Dolmetzschung hatte, welche sie Hexapla nenneten.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 68, 34
(
Mainz
1550
):
habe ich mit der gaben der Interpretation oder Dolmetschung furtfaren muͤssen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
6, 9, 1
(
Straßb.
1466
):
also legen sy krums aus vnd mit valscher tulmetzung die aus legung der namen einer zungen.
Ebd.
7, 140, 9
:
dise mein austulmetzschung nit volgt nach keinen andern alten tulmetzschung.
Turmair
4, 1125, 25
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Iezo brauch wir im latein sein dulmätzung der alten ê.
Meisen u. a., J. Eck
44, 29
(
Ingolst.
1526
):
Das ist weder der synn noch die wort Petri, auch nach Lutters tulmetschung.
Kehrein, a. a. O.
107, 9
;
Kurrelmeyer, a. a. O.
4, 249, 15
;
6, 4, 3
;
7, 139, 20
;
Dietz, Wb. Luther
1, 445
;
Schweiz. Id.
12, 1747
 f.