dolmetschen,
V.
›etw. (einen Text) aus einer Sprache in eine andere übersetzen; dolmetschen‹;
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4,  2,  11,  2,  3,  3, ,
1
 12, .
Syntagmen:
den worten nach d
.;
den text, die biblia, die bücher d
.;
j. jm. d
.;
etw. in latein d., nach dem sinn, nach den worten d., von einer sprache in die andere d
.; subst.:
js. dolmetschen nicht wollen, zu unser zeit viel dolmetschens sein, aus dem dolmetschen deutsch reden lernen, sich im dolmetschen fleissen, j. etw. durch dolmetschen verstehen
.

Belegblock:

Luther, WA
30, 2, 639, 29
(
1530
):
Wer mein dolmetzschen nicht wil, der las es anstehen.
Ebd.
54, 28, 3
(
1543
):
Sanct Hieronymus schreibet, Es habe jn bewegt, die Biblia aus dem Ebreischen auffs new zu Dolmetzschen jns Latin.
Ebd.
54, 28, 10
:
Also ist jtzt zu unser zeit auch so viel Dolmetzschens, das mit der zeit villeicht [...] viel Biblien komen werden.
Ebd.
30, 2, 633, 14
(
1530
):
Das merckt man aber wol, das sie aus meinem dolmetschen und teutsch, lernen teutsch reden und schreiben.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 70, 4
(
Mainz
1550
):
Was die Deudschung belangt, habe ich etwas mehr nach dem sinn, weder nach den Worten dolmetschet.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
3, 37, 13
(
Straßb.
1466
):
die funff púcher moysi die ich getulmetzscht habe von hebreisch in lateinische sprach.
Ebd.
6, 253, 3
:
als ob ir nit hett kriechisch búcher getulmetzscht in latein.
Mollay, H. Kottanerin
18, 40
(
moobd.
,
1439
/
40
):
wann er kundat nicht vil deütsch, so mocht ich nẏemant getrawn, der mıͤr getulmëtscht hiet.
Drescher, Hartlieb. Caes.
166, 9
(
moobd.
,
1456
/
67
):
Do das die kriesten von den gefangen haiden durch yr tulmaͤtschen verstunden, do danckten und lobten Gott.
Luther, WA
15, 38, 6
;
26, 362, 18
;
30, 2, 636, 15
;
38, 13, 3
;
Wedler, W. Burley. Liber
125v
;
Turmair
4, 763, 32
;
Rwb
2, 1016
;
Schweiz. Id.
12, 1745
 f.;
Ágel, Valenzlexikon.
1988, 256
.