divinieren,
V.;
aus
lat.
divināre
›weissagen, ahnen; erraten‹
(Georges, Neub.
1, 1738
; Schulz/Basler
4, 1999, 790
).
›wahrsagen, weissagen; (göttliche) Eingebungen haben‹; negativ konnotiert bzw. ironisierend auch: ›raten, spekulieren‹.
Wortbildungen:
divination
›Weissagung; Spekulation‹,
divinator
›Wahrsager, Prophet‹.

Belegblock:

Sudhoff, Paracelsus
10, 638
(
1536
):
der ein divinator ist, bleib auch ein solcher für sich selbs.
Ebd.
640, 4
:
ein ietlicher besunder sein lust und wolgefallen finden wird, der in astrologia, der in magia, der in der divination.
Ebd.
14, 176, 22
(
1529
/
32
):
so einer weissaget und ist doch nit warhaftig oder des selbigen gewis, ob es endlich geschehen werd oder nit, sonder er rets, geschichts oder nicht, das heißt diviniren.
Rot
306
(
Augsb.
1571
):
Diuinirn, Warsagen / erraten / doch auß Goͤttlichem eingeben. Diuination, Warsagung / erratung / Weissagung. [...]. Diuinator, Warsager / Weyssager / Prophet / der jm eins dings wol kan warnemen.