distelseit,
distelscheit,
die
;
Gw zu
mhd.
seit
›Wollzeug‹
, dies aus
mlat.
sagetum
(Lexer
2, 859
),
lat.
sagum
›dichtes, grobes Stück wollenes Tuch‹
(Georges
2, 2454
).
›Wolltuchart, die auf schmalen Stühlen gewebt wird; (Nessel-)Tuch aus Distelfasern; grober, robuster Kleiderstoff‹.
Bedeutungsverwandte:
 2.

Belegblock:

Wyss, Limb. Chron.
36, 22
(
mfrk.
, zu
1351
):
Auch trugen di frauwen, di burgersen in den steden gar zemeliche heuken, di nante man felen, unde was daz kleine gespens von distelsait, krus unde enge bi ein gefalden.
Struck, Joh. Pfannstiel
163, 3
(
mosfrk.
,
1544
):
Vor wollen duch, distelscheit wigeln zu farben und scheren alle zusamen 10 fl. 6 alb.
Ebd.
175, 39
(
1546
/
7
):
Item hait Enders Madern beridt zwen distelscheit, 1 fl., zwey hemmerducher, 1 fl.
Müller, Nördl. Stadtr.
205, 34
(
schwäb.
,
1446
):
Des ersten sollen wir unser tuch würken uf praiten stüln und nit uf smalen, denn usgenomen tistelsait, die sollent wir uf smalen stülen würken.
Vock u. a., Urk. Nördl.
2363
;
Schwäb. Wb.
2, 232
.