discipel,
der
 ;
–/-n, -ulen
;
aus
lat.
discipulus
›Schüler‹
(Georges, Neub.
1, 1696
);
gelegentlich auch mit lat. Flexionsendungen.
– Seit dem späten 15. Jh.
1.
›Schüler; Anhänger (einer Lehre)‹.
Bedeutungsverwandte:
 2,
2
 ; vgl. ,  5,  3,  11.
Gegensätze:
 1.

Belegblock:

Luther, WA
33, 25, 12
(
1530
):
ist ein verdrieslich dieng, wen man die Lehrmeister wil zu Schuͤler undt Discipel machen, sie meinen, sie wissen zuvor alles.
Dedekind/Scheidt. Grob.
90, 6
(
Worms
1551
):
Jch geschweige der Siben freyen kuͤnst / welche ich euch / als meinen groben Discipeln [...] als zu schwehr vnd subtilig zu lernen / widerrhat.
Perez, Dietzin
1, 319, 23
(
Frankf.
1626
):
Plato vermahnet seine Discipulos od’ Schuͤler sich wenn sie truncken weren selbsten zu bespiegeln.
Ebd.
128, 4
:
Geh allzeit auff der rechten seiten / | Daß er zur lincken geh daher / | Als ob er dein Discipel wer.
Sachs
3, 120, 13
(
Nürnb.
1556
):
Xenophon mit Socrate gieng, | Die lehr warer tugend entpfing, | Ward sein discipel von stund an.
Luther, WA
46, 743, 16
;
Gajek, Seidelius. Tych.
16, 11
;
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
540, 14
,
Ising, Spätmal. Schriftdialekte.
1968, 1, 109
.
2.
›Jünger, Nachfolger Jesu Christi‹; Spezialisierung zu 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,
1
 2,  1, .

Belegblock:

Boon, St. Prätorius
59, 33
(
Ülzen
1579
):
Matthæi 18. sitzet der Herr Christus bey seinen lieben Discipeln im Schiffe vnd schlefft.
Gropper. Gegenw.
12v, 10
(
Köln
1556
):
wie moͤcht es sein / wo der Herr berurte seine wort vff diese figurliche weise [...] das auch seine eigen Discipulen diesen verstandt [...] nit hetten moͤgen erreichen vnd begreiffen.
Ebd.
19r, 15
.