diptam,
dictam,
der
 ;
aus
lat.
dictamnus
›Diptam‹
(Georges
1, 2137
).
›Diptam‹; eine Heilpflanze; zur Bezeichnung verschiedener Pflanzen, u. a. wohl Dictamnus albus L. (Marzell
2, 122
 ff.) und Origanum dictamnus L. (Ebd.
3, 448
).
Bedeutungsverwandte:
,  1, , .
Wortbildungen:
diptamwurzel
.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
79, 15
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Ein andere vihearzney [...]: 3 lot. weißen diptan, 2 lot. tormentilwurzel [...].
Ebd.
33
:
Vor das anbrüchige sowohl auch vor das gesunte vihe. Rp. vihetiriack, diptanwurzel, bibenelwurzel [...].
Fischer, Folz. Reimp.
44, 229
(
Nürnb.
1482
):
Des nym ein uncz getrücket reyn | Mit den stücken gepulvert cleyn; | Rot sandal, turmentill, diptan, | Der yds mus man ein quintin han.
Sudhoff, Paracelsus
14, 439, 32
(
um 1570
):
wer hat dem hirsch das kraut diptamum zu der arznei angezeigt?
Ott-Voigtländer, Rezeptar
206v, 6
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
Nim ysopen / vnd wiss marubium vnd alant vnd dyp⸗ / tamnum vnd stoss die vast vnder ain ander.
Henisch
689
(
Augsb.
1616
):
Dictam / wurtzel [...] diptā / wilder poly, dictamnus, ist ein kraut / vnd diß zweyerley / der gemein vnd Cretisch.
Brack
d 9v
(
Basel
1483
):
Dyptamus. pfefferkraut.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
398, 15
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Diptamus haizt pfefferkraut, sam ain vilzünglær spricht, und ist gar gemain.
Fischer, a. a. O.
45, 238
;
Sudhoff, a. a. O.
11, 289, 11
;
Dwb, Neub.
6, 1114
;
Lehmann, Rezeptb.
168
.