dingstul,
der
 ;
–/-stüle
.
1.
›Gerichtsstuhl, Gerichtsstätte‹; metonymisch auch: ›Gericht (als Institution)‹;
zu  13.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl. , ,  1.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Nicod.
623
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Damite furten sie in dane | vor des riches dincstul.
Große, Schwabensp.
44a, 20
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
eyn elich kersten mensche sal dre stuͦnt in ime jare des vogedes dinc stol suͦchen.
Thiele, Chron. Stolle
119, 28
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Der dingstul wart gesatczt uff das ryet zu mittelhusen mit der doringe willen.
Henisch
711
(
Augsb.
1616
):
Dingstul / richterstul / tribunal.
Wopfner, Bauernkr. Tirol
128, 6
(
tir.
,
1525
):
ist vor zeiten phleger und richter mit ainannder komen und all quatember die dingstŭel beriten und aŭf der herrschaft costŭng recht gehalten.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
1, 1033,
Anm. 4;
Thiele, a. a. O.
120, 17
;
Rwb
2, 998
.
2.; 3.,
s.  1417.