differieren,
V.;
aus
lat.
differre
›sich unterscheiden, verschieden sein‹
(Georges
1, 2145
).
›nicht übereinstimmen; sich von etw. unterscheiden; etw. voneinander unterscheiden‹, von Bezugsgrößen unterschiedlicher Art.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2, (V.) 1.
Wortbildungen:
different
.

Belegblock:

Schorer, Sprachposaun
44, 14
(o. O.
1648
):
Mancher Vorspraͤch haͤlt davor / es were jhme eine grosse Schand / wann er seine Schrifften / wo muͤglich teutsch stellen vnd fassen solte [...]. Da muß es heissen Appelliern, suppliciern, concipiern, [...], repliciern, citiern, differiern, diffamirn, acceptiern
(abwertend zum Gebrauch des Lateins in der Rechtssprache).
M. Cunitia. Ur. Prop.
196, 51
(
Öls
1650
):
ich solte die groͤße der æqv. erforschen / nach dero der loc. Geocent. vom loco heliocent. differiret?
Ebd.
248, 28
:
Mit der distantz des Monds vom nonages [...] geh’ man in die [...] nechst⸗verwandeste T. different. horarii visi à vero.
DRQEdit,
HennebergLO.
50v
(
Nürnb.
1539
):
So sich aber begebe das der verstorben ein Testament gemacht / oder sich etlich der einsatzung vnd letzten stifftung beruͤmen thetten [...] / so soll die einsatzung biß der einfallendt Peruidicial Artickel / ob die Tabule des Testaments on mittel / bindig oder nit / eroͤrtert vnd Examiniert / auffgezogen vnd Differiert werden.