dienstknecht,
der
 ;
–/
auch
.
1.
›in einem Haushalt arbeitende Hilfskraft; Diener, Dienstbote, Bediensteter; Hausknecht; Handwerksgehilfe, -geselle‹; bei
Luther
auch negativ konnotiert;
vgl.  128910,  3.
Gehäuft obd.; nahezu ausschließlich Rechtstexte.
Bedeutungsverwandte:
,  8.
Syntagmen:
einen d. annemen, der obrigkeit vorstellen
;
der d. schweren, des nachts ausgehen
;
j. ein d. werden
;
der fremde / ledige d
.;
der eid der dienstknechte
.

Belegblock:

Luther, WA
7, 559, 7
(
1521
):
Das seynn eytell nieszling und midlinge, dienstknecht unnd nit kynder, frembling und nit erbenn, die machen sich selb zum abgot.
Ebd.
10, 1, 2, 145, 2
(
1522
):
es ist besser, das du eyn handwerck lernist, denn das du eyn dienstknecht werdist.
Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 44, 20
(
rib.
,
1495
):
sowilch geselle adir dienstknecht des vurs. amptz buissen wist [...] sins meisters des nachtz uisginge [...], der sall [...] dem ampte dri alb. coelsch zo boissen gelden.
Müller, Lands. St. Gallen
16, 5
(
halem.
,
1498
):
dienstknecht, die nit gesworn hettint, die söllent noch schweren und menklich bim ayd angeben.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 469, 23
(
schwäb.
,
1570
):
Der einwonner und geheüster, sampt der dienstknechten aid get nach der ganzen gemaind.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
1, 533, 9
(
schwäb.
,
um 1710
):
solle auch keiner kein frembden dinstbar annehmen, sondern denselben zuvor der obrigkeit vorstellen.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
23, 7
;
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
400, 24
;
Rapp, UB Stuttg.
544, 18
;
Gehring, a. a. O.
750, 12
;
297, 7
;
Wopfner, Bauernkr. Tirol
41, 20
;
Dietz, Wb. Luther
1, 438
;
Dwb, Neub.
6, 1008
;
Rwb
2, 901
.
Vgl. ferner s. v. .
2.
wohl ›Amts-, Gerichtsdiener‹;
vgl.  8,  5.

Belegblock:

Dinklage, Frk. Bauernweist.
80, 33
(
nobd.
,
1429
):
sollen auch dinstknecht, gebüttel, mesener, hirten, schüczen und fergen doheim bliben.
3.
›Landsknecht, Söldner‹;

Belegblock:

Roth, E. v. Wildenberg
153, 6
(
moobd.
,
v. 1493
):
auf das meist hat er [fürst] gehabt auf 20000 man [...], wol geschickt zuͦ krieg, aus Beirn, Beheim, Osterreich und aus der Slesi, auch von andern landen guͦt dinstknecht.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
243, 6
;
Rwb
2, 901
 f.
4.
s.  5.