dienstherre,
der
 ;
-n/-n
.
1.
›Ministeriale, im Orientierungsfeld mit  5, ,  2,  1, stehender Adliger mit hohen wirtschaftlichen und rechtlichen Funktionen‹;
vgl.  210,  1811.
Oobd.; Rechtstexte.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):  5, ,  2,  1, .
Syntagmen:
der d. eigen haben, (k)ein gut behalten,
[wo]
kein recht haben, jn. um ein gut ansprechen, das recht haben, das [...]
;
von dem dienstherren ein fürbot aufkommen, ein eigen empfangen, boten zu dem dienstherren senden
;
der d. des landes
;
der getreue d
.;
die herschaft / manschft des dienstherren
.

Belegblock:

Bischoff, Steir. Landr.
72
(
m/soobd.
, Hs. 
v. 1425
):
der dienstherrn aigen, daz mag nicht in das lanttaiding, ob der chlager im jare im land gewesen ist.
Ebd.
86
:
Wann ainem ain fürpot chûmpt von aim dienstherrn, wann das furbot zwelf wochen alt wirdet, an dem tag (so) schol der mit recht antwurten, dem daz fürbot chomen ist.
Ebd.
87
:
Ez mag dhain dînstherr dhain gût behalten, daz von im ze lehen ist, ez chôm ee mit recht in vrongewalt.
Ebd.
97
:
Ain jsleich dinstherr der sôleich aigen hat, der richt wol darumb.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
54, 12
(
m/soobd.
,
16. Jh.
, Hs.
2. H. 17. Jh.
):
daß kain lantrichter noch sonst kain richter, weder kain dienstherr noch kain edlman, auf des gottshauß grünten [...] kain recht nicht haben soll.
Bischoff, Steir. Landr.
88
;
95
;
Rwb
2, 897
.
2.
›Herr, übergeordnete Bezugsperson des Gesindes‹;
vgl.  19,  6.

Belegblock:

Rwb
2, 898
(a. 
1599
).