diebhenker,
der
 ;
-s/-Ø
.
›Henker, Scharfrichter, Folterknecht‹; zu  1; auch als Schimpfwort und in Flüchen gebraucht.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 51, 35
(
wmd.
,
1521
):
[...] und das also on alle recht gethon, das ein wißenhafter diebhenker, nemlich zu Meinz, on vor gegangen urteil nit thun hat wöllen.
Redlich, Qu. Ratingen
283, 18
(
snfrk.
/
rib.
,
1475
/
6
):
dem deyffhenger dit jair gegeven, as van alders gewoinlich.
Spanier, Murner. Narrenb.
66, 37
(
Straßb.
1512
):
Diebhencker, du die selben bschwer, | Leg in yn das galgenbiß.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 190, 7
(
Straßb.
1522
):
Da sprach der Edelman: ,Nun beicht dir der Diebhencker! Woltestu mir mit der Hechlen also strelen?‘
Roloff, Brant. Tsp.
1793
(
Straßb.
1554
):
Des Diebhenckers Künig magstu
[König Balenicus]
sein.
Turmair
4, 815, 22
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Die warn die greulichisten schelm und heftigisten diebshenker, die sich flissen, das si die christen nit töten sunder zum verlaugnen brächten.
Rwb
2, 819
;
Schwäb. Wb.
2, 194
.
Vgl. ferner s. v. .