deube,
oobd. auch
deufe,
die
;
-Ø/-n
;
zu .
– Im späten Frnhd. auslaufend.
1.
›Diebstahl; Dieberei‹.
Bedeutungsverwandte:
Oft im Orientierungsfeld mit .
Syntagmen:
d. begehen / richten / tun
;
jn. der d. beschuldigen, der d. schuldig sein
;
auf die d. gehen, jn. mit d. begreifen
;
die offene d
.;
d. und frevel
.

Belegblock:

Feudel, Evangelistar
110, 6
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
do sprach Jhesus: ,du salt nymande toten, du salt nicht unkusche syn, du salt keyne dube tun, du salt nicht felschlichen czugen. [...]‘.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
18, 17
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Vor dube muz her lydin sibin slege mit eyme steckin, und als sich stegit dy summe der dube, also meren sich di kulin slege bi sibin bis an sibin hundirt. Ist abir dy dube merclich sam di pfert unde der glich, so totit man yn.
UB Zug
750, 15
(
halem.
,
1431
):
Und sint ouch alle gericht mins herren von Sant Blesÿen, bedÿ, twing und benn, úber holtz und úber veld, won túb und freffin, darumb sol ein vogt richten.
Niewöhner, Teichner
298, 48
(Hs.
moobd.
,
1360
/
70
):
nur dw deuff auf seinem chragen | pringt in an dez galgen phlicht.
Thiel u. a., Urk. Münchsm.
226, 38
(
moobd.
,
1478
):
das kain werntlicher richter [...] nichts zu richten sullen haben [...] dan vmb dreyerlai sach, das ist dewb, totslag vnnd notnuft.
Große, Schwabensp.
98a, 2
;
191a, 14
;
192a, 29
;
Löscher, Erzgeb. Bergr.
158, 4
;
v. Tscharner, a. a. O.
62, 23
;
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
778, 21
;
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
67v, 3
;
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
779, 6
;
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
191, 20
;
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 416, 4
;
Skála, Egerer Urgichtenb.
189, 11
;
195, 7
;
198, 3
;
Maag u. a., Habsb. Urbar
2, 1, 750
;
Leisi, Thurg. UB
7, 831, 21
;
Rennefahrt, Stadtr. Bern
291, 42
;
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
248
;
Schmitt, Fachprosa
90, 21
;
Rwb
2, 808
;
Schweiz. Id.
12, 113
.
Vgl. ferner s. v.  1.
2.
›Diebesgut, Diebesbeute‹; Metonymie zu 1.
Meist Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,
1
,  2, (
die
2,  2, , ,  2, .
Syntagmen:
d. heimen
›das Diebesgut wieder an sich nehmen‹
/ kaufen / finden, auf jn., jm. auf den rücken binden
;
den dieb mit der d. finden
;
die gefundene d
.

Belegblock:

Große, Schwabensp.
167a, 12
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
VJndet man bi eynem manne duͦbe oder rouͦf guͦt vnde ne is her nicht da, des iz ist, der richter der sol iz behalden iar vnde tach.
Behrend, Magd. Fragen
189, 1
(
omd.
,
um 1400
):
do ich dy dube vant unde den man uff fluchtigem fusze, unde gryff yn an.
Auer, Stadtr. München
65, 2
(
moobd.
,
1343
):
Wie man deuf haimen sol.
Chron. baier. Städte. Mühld.
405, 38
(
moobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
swer chauffet deuf mit wizzen, der ist selber deup.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
323, 21
(
smoobd.
, Hs.
15. Jh.
):
ob er in genötten mag, sol er im die deuf auf den ruk pinten, fur ainen pfleger bringen, der sol in behalten und sol hinz im geschehen, was recht ist.
Große, a. a. O.
76a, 27
;
Ermisch, Freib. Stadtr.
19, 1, 13
;
5, 17
;
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
184, 37
;
Dirr, Münchner Stadtr.
327, 65
;
Piirainen, Stadtr. Sillein
44b, 3
;
Rwb
2, 811
.