deswegen,
Adv.
– Spätes Frnhd.
1.
Kausaladv.: ›deswegen, deshalb, aus diesem Grund‹; vgl. auch . Daneben erscheint bisweilen nicht lexikalisiertes
von des wegen
mit einem folgenden
das
-Satz, der sich auf das Pronomen
des
(vgl.
der
 9) bezieht (s. u. Beleg Grosch u. a.).
Syntagmen:
eben d
.

Belegblock:

Oorschot, Spee/Seifert. Proc.
487, 16
(
Bremen
1647
):
Da ruffen die Henckersknecht: [...] sie sey gegen die tortur vom Teuffel verzauberet: vnd seye aͤrger als keine. Der Richter laͤst sie deßwegen lebendig verbrennen.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
67, 19
(
thür.
,
1474
):
Her enkan auch dy helffte des geldes [...] nicht erlangen von deswegen, daz eß vorschrebin gelt ist.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 497, 8
(
Nürnb.
1631
):
Der Linck fuß von eim Mauerstuck | Groß sehr zerstossen, [...] Alls er deßwegen bettriß lag, [...] Bsucht jhn S. Petrus auff seinm tag.
Memminger Chron. Beschr.
4, 4
(
Ulm
1660
):
Von der Stadt [...] Memmingen [...]. Schwaͤbisch ist sie wenigst deßwegen / weilen sie im Schwaͤbischen Craiß oder Circul begriffen.
Pfefferl, Weigel. Gn. S. 
160, 25
;
Weise. Jugend-Lust
90, 20
;
M. Cunitia. Ur. Prop.
179, 48
;
Thür. Chron.
16v, 3
;
Eschenloher. Medicus
7, 10
;
Meisen u. a., J. Eck
44, 1
;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
8, 19
;
160, 14
;
Henisch
682
.
Vgl. ferner s. v.  5, .
2.
Konjunktionaladv. zum Ausdruck einer finalen Beziehung: ›zu diesem Zweck‹.

Belegblock:

Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
46, 18
(
Straßb.
1650
):
Jn wehrendem Discurs kamen wir in mitte dieser großen Gasse, darinnen ich sahe alles das, so der Alte mir vorgesagt hatte; begaben vns deßwegen auff einen hohen Ort, da man alles wol beschauen vnd vbersehen kondte.
3.
Pronominaladv.: ›in dieser Angelegenheit, diesbezüglich, darüber‹.

Belegblock:

Allg. Schau-Buͤhne
29, 32
(
Frankf.
1699
):
den Haubtstreit [...] an die Kayserl. Cammer nach Speyer verwiesen / allwo doch kein Process deßwegen erhoben worden.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
176, 33
(
smoobd.
, Hs.
18. Jh.
):
So ainer arrest auf guet oder leite will schlagen, mueß selber anvor bei gericht hierzue den willen erlangen und destwegen die gebühr dorten abstatten.