desmals,
Adv.,
Konj.
1.
Temporaladv.: ›damals, zu dieser (meist zuvor genannten) weit zurückliegenden Zeit‹; in 1 Beleg (Chron. Augsb.
4
) wohl: ›bis zu diesem (zurückliegenden) Zeitpunkt‹;
vgl. auch , .
Gehäuft Chroniken.

Belegblock:

Chron. Augsb.
3, 463, 24
(
schwäb.
,
1490
/
1500
):
Jn der jarzal verpran des kaisers hoffstat, das ist, da ietzo das prothaus ist, das hieß desmals also.
Ebd.
4, 434, 29
(
Augsb.
1501
):
also parteiten sie [weber] sich aber und walten ain zunftmaister auf dattum, hieß Hannß Kenllin. der was desmals nie in ratt kommen.
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
1, 294, 7
(
halem.
,
1508
/
16
):
einer von den zween bruͤderen, desmals herr und regierer des lands zuͦ Glarus.
Turmair
1, 49, 30
(
Ingolst.
1519
):
Do man nach Cristi [...] gepurt zalt 508 jar, [...] sein
[die
Bairn
]
über die Tonan in der Römer lant gewaltiglich zogen. Desmals haben die Tonan und der Rhein der Römer und teutsche lant getailt.
Vock, Urk. Hochst. Augsb.
227, 27
;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
40, 22
;
Schwäb. Wb.
2, 162
.
Vgl. ferner s. v. (
die
1.
2.
Konj.: ›als, während‹.

Belegblock:

Chron. Augsb.
2
, 301, Var. 2 (
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
desmals Ulrich Rehlinger und Jerg Straus burgermaister warn, die wolten sich des sinns nicht andingen lassen.