derwegen,
selten
derowegen,
Kausaladv.
›wegen dieser Sache, aus diesem Grund, deswegen, deshalb‹; auch relativer Gebrauch;
vgl. auch .
Spätes Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
6371
(
Magdeb.
1608
):
Denn ein vmb die ander regiert / | Das hett man hiebey auch gespuͤrt. | Zogen derwegen allesampt / | Trawrig hinzu der andern stand.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
11, 34
(
Frankf./M.
1568
):
bin ich vervrsacht / euch [...] gemeldtes Buͤchlin zu zuschreiben / vnd damit zu verehren [...]. Bitt derwegen / jr wolt dasselbig zu einem gluͤckseligen Neuwen Jar / von mir freundtlich annemmen.
Hoffmeister, Kuffstein. Gef.
A vr, 22
(
Leipzig
1625
):
Es war gemelter Thurn so kunstrteich erbawet / daß darob ich mich hoͤchlichen verwundert / gienge derowegen jhne eigentlichen zu beschawen / naͤhender hinzu.
Böhme, Morg.R.
19, 21
(Hs. ˹
schles.
,
1612
˺):
damit er [der Leser] nicht [....] unter den toͤrichten Jungfrauwen erfunden werde; derowegen ist es hohe zeit zu wachen.
Opitz. Poeterey
20, 32
(
Breslau
1624
):
Die Comedie bestehet in schlechtem wesen vnnd personen [...]. Haben derowegen die / welche heutiges tages Comedien geschrieben / weit geirret / die Keyser vnd Potentaten eingefuͤhret.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 493, 95
(
Nürnb.
1631
):
Denn es ein jeder selbst kan sehn, | Was fuͤr Mirackel seyn geschehn. | Derwegen ist ein Zulauff wordn, | Von Geistlich vnd Weltlichen Ordn.
Chron. Augsb.
7, 197, 22
(
schwäb.
, zu
1550
):
es hat sich verschiner zeit begeben, daß Hieronymus Sayler [...] ain schwere sach mit ainem von Anttorf gehabt, derowegen er selbst personlich hinab komen müssen.
Ebd.
7, 427, 10
(
um 1564
):
also daß Lupari [bald] vermainet, sein schuͤler kinnd nu genuͦg [arger prakticken], schid derwegen wider von im ab gen hell.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 548, 29
(
München
1586
):
Thut derowegen jhr Christen, | Beym glauben bstendig sein.
Schorer, Sprachposaun
45, 8
;
Gropper. Gegenw.
14v, 2
;
Laufs, Reichskammergo.
76, 34
;
Böhme, a. a. O.
154, 18
;
M. Cunitia. Ur. Prop.
159, 11
;
263, 13
;
259, 23
;
v. Ingen, Zesen. Ged.
385, 7
;
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
331, 31
;
Skála, Egerer Urgichtenb.
35, 5
;
Goedeke, Fischart Flöh haz
2020
;
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
49, 26
;
Chron. Augsb.
9, 322,
A. 3.;
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
50, 23
;
Siegel u. a., Salzb. Taid.
5, 16
;
Qu. Brassó
5, 444, 30
;
Schöpper
117b
;
Henisch
681
;
Schwäb. Wb.
2, 161
.