denkzettel,
der
 ;
–/-Ø
.
schriftliche Aufzeichnung von etw., an das erinnert oder über das nachgedacht werden soll: ›Notizzettel, Merkblatt‹; vgl.  1, 2.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu.
1, 66, 382
(
1542
):
Got hat aber eins beweiset seine macht | Und den papisten ein denkzedel bracht, | Darinnen sie mügen lesen und sehen | Daß ir practik und anschlege gar nicht wollen bestehen.
Sachs
21, 325, 16
(
Nürnb.
1573
):
Daß ich nit etlich stück vergeß, | Schreib mir iedr ein denckzettel an, | Was ich im sol einkauffen than.
Dasypodius
506r
(
Straßb.
1536
):
Denkzedel / brieff oder buͤchlin darinn man schnel verzeychnet / wz man hernach ordenlichen wil schreiben.
Luther, WA
49, 6, 21
;
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
50, 6
;
Jelinek
159
;
Dietz, Wb. Luther
1, 424
;
Schwäb. Wb.
2, 147
.