deisam,
deisem
der
 ;
zu
mhd.
deisme
›Sauerteig, Hefe‹
(Lexer
1, 416
).
– Hinsichtlich der Verbreitung des Wortes vgl. Ising, Spätmal. Schriftdialekte.
1968, 2, 34
.
›Sauerteig, Hefe‹.
Bedeutungsverwandte:
 2, .

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Nicod.
3366
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz was ein hersch gemenge | und ein edele gewerb, | daz der deisme was so derb, | [...] daz ez ware brot wart so los.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 54, 16
(
hess.
,
1500
):
Item so vil deyssem eyn becker dem burger zu synem teig gibbet, so vil deygks ann gewicht mag der becker wydder verglichung inbehalten und nit meher.
Neumann, Rothe. Keuschh.
4330
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
glich also da dut der desam | der in den teigk wirt gethan, | den teigk alles suer machet.
A. Feyl, Kochb. Meister Eberhards [...].
1963, 68
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Ein yetlich brot, das im wasser gesotenn ist vnd nit tesem hat, das macht den stein vnd we in dem leib.
Eis, Albrants Roßarzneib.
115, 34
;
Rohland, Schäden
384
;
Strauss, A. v. Villanova dt.
153v, 26
;
Schöpper
85b
;
Dasypodius
306v
;
Henisch
671
;
Pfälz. Wb.
2, 201
.