decker,
der
;
-s/-Ø
.
1.
›Dachdecker‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (
der
).
Syntagmen:
der bestelte d
.
Wortbildungen:
deckergeselle
.

Belegblock:

Grimm, Weisth. (
E. 14. Jh.
):
dem zimpermann vnder der axe, dem decker vff dem thache oder vff der asenen
[›Dachbalken‹]
, wo er es denne findet.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
279, 111, 10
(
nobd.
,
1400-1411
):
Man sol auch den deckern uff dem tache tages den meistern nit mer geben dann einem 24 ₰.
Baumann, Bauernkr. Rotenb. (
nobd.
, wohl
1525
):
Sailer, sattler, stainmetzen, hefner, zymmerlewt, decker beschwernuss der wag ain zimlichs zu geben, von dem malter 4 d.
Bastian, Runtingerb.
2, 353, 10
(
oobd.
,
1399
):
Item an sand Augustini abent gab ich den dekchern 5 s. 10 helbling.
Dirr, Münchner Stadtr. (
moobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Wenn sich ein werchman, er sey mawrer, zimerman oder deker, eins werch underwint ze taglon oder ze fuͤrding, daz selb werch sol er mit seinen gesellen volfuͤren.
Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
4, 97, 31
;
141, 17
;
Joachim, Marienb. Tresslerb. ;
Grünhagen, Rechn. Breslau ;
Lexer, Tucher. Baumeisterb. ;
Krebs, Prot. Konst. Domkap.
4262
;
Müller, Stadtr. Ravensb.
248, 7
;
Dirr, a. a. O. ;
Voc. inc. teut. d
vijv
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 72
;
2.
›Mütze‹ (rotwelsch).

Belegblock:

Foltin, Kopfbedeckungen.
1963, 175
(
seit 1547
).