dechsel,
die
;
–/-Ø
.
1.
›Beil, Queraxt; Hammer‹.
Bedeutungsverwandte:
, .

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Ascia. | Dechsel / betel. barte.
Lichtenstein, Lindener. Katzip. (o. O.
1558
):
Eines dergleychen bawren weyßheyt wolt man einmal in einer statt probieren, ob er ein rechter krebs-feind wär oder nicht [...] unnd bandt in [einen grossen krebs] dem bawren auff die deyxel. Der bawr wirdt des ungezifer gwar, reißt seinen deschel oder wagen-messer herauß unnd wördt sich von leyb unnd leben und wil die deyxel abhacken und zuͦschlegt das messer.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
9, 36
(
preuß.
,
1437
):
item 1 paar wergmesser, 2 snetemesser, 2 heermesser, 2 dechszel und 2 hemer.
Rennefahrt, Gebiet Bern (
halem.
,
1591
):
dheine waffen noch geschirr [...] als achsen, toͤchsel, schroͤtysen, zügmesser, näuwer, schlegel – machen ze laßen.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 152, 25
(
schwäb.
,
1560
):
Item von ainem newen techsel dem schmid ze machen geben als vil das eysen wert ist.
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
10, 32
;
50, 12
;
Ziesemer, a. a. O.
72, 2
;
96, 24
;
149, 14
;
ders., Gr. Ämterb.
61, 16
;
754, 25
;
756, 28
;
Kurrelmeyer, Dt. Bibel ;
M. U. Kasparek u. a., Niederbayer. Verlassenschaftsinventare des 17. Jh. In: Bayer. Jb. für Volksk.
1962, 206
;
Preuss. Wb.
2, 32
;
Vgl. ferner s. v.  12.
2.
›oberer Teil des Mühleisens‹.

Belegblock:

M. U. Kasparek u. a., Niederbayer. Verlassenschaftsinventare des 17. Jh., in: Bayer. Jb. für Volksk.
1962, 212
(a.
1679
);
Schmeller/F.
1, 483
.