daz,
däz,
der
 ;
(wohl Ekthlipsis) /
(+ Uml.);
aus
ital.
dazio
›Zoll‹
(
Dwb, Neub.
6, 387
).
eine Abgabe oder Steuer bzw. ein Zoll oder Weggeld.
Syntagmen:
den d. auf etw. schlagen, den d. geben
;
j
. (Subj.)
der daz
(Pl.)
freigehalten werden
;
der alte / neue / schwere d
.

Belegblock:

Laufs, Reichskammergo.
145, 23
(
Mainz
1555
):
Item das cammergericht soll gehalten werden zu Speyer und sollen daselbst cammerrichter [...] und alle andere personen [...] ungelts, datz, zols und aller beschwerung, auch anderer gerichtßzweng frey sein.
Fastnachtsp.
294, 9
(
nobd.
,
1450
/
86
):
Das achtent neu zöll und schwär dätz, | Davon man samlet haimlich schätz.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
371, 192, 21
(
nobd.
,
1486
):
Item der tatz ist in alles brot geschlagen, daß der gemeyn man den tatz gibt und nit der beck ursachen halben.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
354, 6
(
nobd.
,
n. 1525
):
dieweyl der arm gemain man [...] von der oberkait mit merklichen aufsetzen und beschwerden, als [...] stewrn, diensten, fronen, tätzen [...] ubersetzt [...] wurd.
Ebd.
121, 20
(
nobd.
, wohl
1525
):
Item mer ist ain handwerk beschwert mit dem datz in der wag.
v. Groote, Muskatblut
4, 4
;
73, 110
;
Hoffmann, a. a. O.
323, 151, 26
;
369, 185, 48
;
Mayer, Folz. Meisterl.
2, 60
;
58, 101
;
Fischer, Folz. Reimp.
23, 179
;
25, 288
;
Luginbühl, Brennwalds Schweizer Chron.
2, 505, 32
;
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 4115, 6
;
Schwäb. Wb.
2, 99
;
Schmeller/F.
1, 558
;
Rwb
2, 723
.