darnieder,
dernieder,
danieder,
Adv.
1.
Lokaladv. zum Ausdruck der Bewegungsrichtung einer Person oder eines Gegenstandes zu einer tiefer gelegenen Bezugsgröße: ›zu dieser Stelle hinab; zu Boden‹.
Gegensätze:
vgl.  1.
Syntagmen:
d. fallen / hauchen / sinken, sich d. lassen / strecken, etw. d. legen / treten / werfen
.

Belegblock:

Sievers, Oxf. Benedictinerr.
32, 20
(
hess.
,
14. Jh.
):
Dan sal sich die suster vor irre aller wuzze sunderlich dar neder stregken und beden.
Allg. Schau-Buͤhne
37, 50
(
Frankf.
1699
):
Ein Hauptmann [...] gibt [...] dem Koͤnig einen Hieb in den Kopff / daß er zur Erden darnieder fält / und also liegend vollends erstochen wird.
Chron. Nürnb.
4, 179, 7
(
nobd.
,
15. Jh.
):
ein solch groß wasser [...] warf zwen swigpogen und einen halben clainen turn und der maur außwendig der stat pei dem Frawentor dernider.
Ebd.
4, 216, 6
:
Und des jars am mitwoch vor Petri und Pauli nam hertzog Ludwig von Bayrn den von Dynkelspuhel ir vih und dretet das korn in dem veld dernider.
Chron. Augsb.
2
, (
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
also kam hertzog Rueprecht an der obgenanten bischoff volk und facht mit in und legt in wol 100 spieß dernider.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
78, 3
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Es hat von gold ein wider | in ainem grüenen werd | gelassen sich dar nider.
Stambaugh, Friederich. Saufft.
47, 6
;
Sachs
12, 261, 7
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 478, 36
;
Vetter, Pred. Taulers
99, 8
;
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
11, 35
;
Chron. Strassb.
1, 36, 21
.
2.
Lokaladv. zum Ausdruck einer geographischen Lage, z. B.
d. im lande
: ›im tiefer gelegenen Land‹.

Belegblock:

Opel, Spittendorf
88, 30
(
osächs.
,
um 1480
):
wiewol seyne gnade fast mergliche sachen darnydder im lande fur handen hedde.