darben,
V.
1.
›Mangel leiden, nichts besitzen‹; offen zu 2.
Bedeutungsverwandte:
1
(V., unr. abl.) 1.
Gegensätze:
 1.

Belegblock:

Quint, Eckharts Trakt.
251, 2
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Vindest dû denne, daz dîn næhster wec niht enist in vil ûzwendiger werke und grôszer arbeit oder in darbenne.
Franck, Klagbr.
335, 17
(
Nürnb.
1531
):
Es seind ein guͦtt teil [der menschen] / die den todt weger achten dann darben vnd mangel leyden.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
179, 34
(
Nürnb.
1548
):
Machet euch freundt / von dem vnrechten Mammon / Auff das / Wenn jhr darbet / sie euch inn die ewige huͤtten nehmen.
Vetter, Pred. Taulers
69, 10
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Dise [lúte] nement ouch alle ding von Gotte glich, haben und darben, liep und leit.
Ebd.
423, 21
:
Also es Got let vallen oder der mensche die uͤbunge der minnen ernstlichen gesuͦchet hat noch sinre vermúgende, so mag er deste sicherlicher sich liden und darben.
Steer, Schol. Gnadenl.
5, 187
(
halem.
,
15. Jh.
):
Jn soͤlichem darbenne vnd in dem troͮstloͮsen innren armuͦte ist got aller naͤchest der sele.
Fastnachtsp.
748, 3
;
Bihlmeyer, Seuse
57, 20
;
Strauch, Schürebrand
29, 15
;
Schöpper
55a
;
Henisch
650
;
Dietz, Wb. Luther
1, 401
.
2.
›etw. entbehren‹.
Syntagmen:
e. S.
(Gen., z. B.
der gewere, des kornes
)
d
.

Belegblock:

Große, Schwabensp. 227, l,
33
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Swer de gewere an dem menschen hat, der hat bezzer recht dar an, wan der ir darbet.
Quint, Eckharts Trakt.
214, 6
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
der mensche [...] darbete auch der êren des strîtes und siges und des lônes.
Jostes, Eckhart
28, 29
(
14. Jh.
):
Ein recht gut mensch en darbet gotz nicht.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
58, 23
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Si [das volk der insuln] sint auch darbinde allirleyge kornis.
Ermisch, Freib. Stadtr.
258, 13
(
osächs.
,
um 1450
):
darumb er des hantwergkes darben muste.
Wagner, Erk. Ps.-J. v. Kastl
17, 60
(
nürnb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Die selbe stat ist finster und darbet alles lichts.
Eichler, Ruusbr. steen
1026
(
els.
,
sp. 14. Jh.
):
Die scheme des todes kam von der erbsv́nde, vnd dar vmbe muͦsten sv́ alle gottes darben.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
165, 11
(
oobd.
,
1349
/
50
):
der spärwer darbt der sänftikait.
Follan, Ortolf. Arzneib.
130, 23
;
Roloff, Naogeorg/Tyrolff. Pamm.
247, 2312
;
Eichler, a. a. O.
263
;
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
116, 16
;
Klein, Oswald
33, 3
;
Piirainen, Stadtr. Sillein
147r, 9
;
v. Maren, Marquard. Ausgabe
85, 17
.