dar|tragen,
V., unr. abl.
1.
›etw. an diesen Ort, herbei tragen, bringen‹.

Belegblock:

Karnein, Salm. u. Morolf
603, 2
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
Die vil edele kunigin | sie hieß ir einen kopff dar dragen rot guldin.
Jaksche, Gundacker
3607
(
oobd.
, Hs.
1. H. 14. Jh.
):
nach dem schreib gezeug wart gesant, | daz pracht man do cehant | und trûg ez dar in paiden.
Vetter, Pred. Taulers
116, 6
;
Jaksche, a. a. O.
2717
.
2.
›jn. anklagen, verklagen‹.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Sachs
16, 373, 30
(
Nürnb.
1563
):
Fahen heymlich an zu rumorn, | Ihn bey ir obrikeit verklagen | Und in auffs aller-ergst dartragen.
Tauber, Wortsch. Sachs
1, 118
.