bradem,
bradel,
der
;
–/
auch
;
zu
mhd.
brâdem
›Dunst‹
(Lexer
1, 339
), Etymologie unklar (Kluge/S.
1995, 136
).
›Dunst, Dampf, Qualm, Duft, Geruch‹.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Ez.
8, 11
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
eyn iczlicher hatte eyn rouchvas in sinir hant, und der brodim des nebils von dem wyrouch irhub sich.
Helm, H. v. Hesler. Nicod.
5155
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
daz sie u mugen blasen in | ir stinkenden bradem | in uwern getouften adem.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
4909
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Und sal sich imme campfe | Bewaren vor deme dampfe, | Daz ir des vleisches bradem | Bedempfe nicht den adem.
Follan, Ortolf. Arzneib.
82, 4
(
rib.
,
1398
):
Wert eyn mensche vnsynnich uz eyner sucht [...] daz geschyt [...] van dem bradem, der da inne bleuen is.
Quint, Eckharts Pred.
2, 568, 4
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Daz kumet von dem brâdeme oder von dem toume des wînes.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
58, 16
(
osächs.
,
1570
/
7
):
das korn [...] alsbald uber einander pfleget zu erwarmen und einen heissen dunst oder bradem von sich zu geben.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
7682
(
omd.
,
1338
):
Und min wip den minern adem | Schuwete und ouch den bradem | Der mir uz minen syten brach.
Hajek, Gůte spise
14
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
dor noch guͤz den mete in ein rein vaz vnd bedecke in, daz der bradem iht vz muͤge.
Pyritz, Minneburg
1971
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Si clerlichen hat gespretzet, | Mit balsam so genetzet, | Daz sie gyt engelischen bradem.
Keil, Peter v. Ulm
248
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Daz die oren saussen, daz kumpt etwen von großen winden vnd von überigem prodem, der in dem haupt ist.
Scholz, Lanfrank. Chir. Parva
232r, 14
(
md.
/
oobd.
,
1446
/
8
):
trang, der do den magen stercket vnd / nich lest den pradem auf steigenn.
Schmitt, Ordo rerum
22, 28
;
27, 50
;
Dietz, Wb. Luther
335
;
Schwäb. Wb.
1, 1431
.