1
bracke,
der
;
-n/-n
.
›Schoß-, Jagd-, Spürhund‹.
Wortbildungen:
brackenriemen
(a. 1445),
brackenseil
(um 1400).

Belegblock:

Große, Schwabensp. 198, l,
18
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
sine winde vnde sine bracken de suͤlen vf gevangen sin vnde sine iagethuͤnde gecoppelt.
Haage, Hesel. Arzneib.
4v, 12
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
Wil das nicht helffen, so nempt ain pracken, der junk sey und siedet im das flaisch.
Pyritz, Minneburg
102
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Daz ein brak must sin jagen | Laßen an der selben stete | Wann er kein phatt gefunden het.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 7, 132
(
schwäb.
,
1471
):
Ich wolt ain beschorens präcklein | Nach dir haben gesandt.
Adrian, Saelden Hort
3943
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
daz ich ain laithunt unverzagt | werd und ain edel brake.
Lemmer, Brant. Narrensch.
74, 5
(
Basel
1494
):
So darff es [jagen] dannaht kosten vil | Dann leydthund / wynd / rüdē / vn̄ brackē | On kosten füllen nit jr backen.
Weber, Füetrer. Poyt.
99, 7
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Den hirsen weis sach er auf ainer haide, | vor müed sein lauff in dauchte schwär | er vnd sein prack im aber nach henngten payde.
Munz, Füetrer. Persibein
356, 1
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Es fúrt ain präcklein claine | dy selbig maget klar.
Piirainen, Stadtr. Sillein 87, r
21
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Singende vogel odir crummende hūde vnd winde vnd bracken vnd hessehun de mak man gelden mit einem ir gleich.
Weber, a. a. O.
97, 7
;
109, 5
;
313, 5
;
Schmitt, Ordo rerum
301, 15
;
Voc. Teut.-Lat. Z
iiiijv
;
Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 34
;
Dietz, Wb. Luther
1, 335
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
51
;
Shess. Wb.
1, 1059
f.;
Schwäb. Wb.
1, 1338
;
Schweiz. Id.
5, 557
f.