bold,
bolz,
der
;
–/-Ø
+ Uml;
zu mhd.
balt
›kühn, mutvoll, schnell‹, das zunächst als Grundwort
-bold
in Eigennamen und Bezeichnungen für Männer, dann auch als eigenständiges
Substantiv
verwendet wird (
Dwb
2, 229
).
›Troll, Wicht; lächerliche, aber nicht ganz geheure Person‹.
Bedeutungsverwandte:
1
.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 204, 282
(
nobd.
,
1524
):
Wir hand im bestien muͤßen sein, | Vol trunken bölz, alzeit vol wein.
Sudhoff, Paracelsus
12, 108, 8
(
1537
/
8
):
urteilen was sie sehen und hoͤren, wie die trunkenen bölz, die da on allen menschlichen verstant iudicirn.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
466, 16
(
halem.
,
1631
):
in welichen nit ohne große ergernus täglich sitzend und nistend vil unnütze hußhalter, liederlich böltz und volle tropfen.
Wackernell, Adt. Passionssp. Pf. II,
1445
(
tir.
,
1486
):
Was mier ainer nit mit trewen holdt, | So macht ich aus im ain aczen und polt.
Schmid, R. Cysat
6, 14
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 713
;
Schweiz. Id.
4, 1202
.